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Celle Stadt Tausende zieht zur Autoshow in die Celler Innenstadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tausende zieht zur Autoshow in die Celler Innenstadt
19:11 08.04.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Dagny Siebke
Celle Stadt

"Sobald wir mit dem Hammer auf die Motorhaube schlagen, ziehen wir alle Blicke auf uns", erzählt Dellendrücker Andrzej Lewkowicz, dem die Celler an der Poststraße fasziniert über die Schulter schauen. Besonders schwierig werde seine Arbeit bei Stoll-Innotec nur, wenn die Beulen an den Kanten liegen, erklärt der gelernte Kfz-Mechaniker.

Auch am Überschlagssimulator vom ADAC werden viele Smartphone-Videos gedreht. Jörg Fechner lässt sich gerade zwei Runden im VW Polo durch die Luft schleudern. "Das muss doch ein komisches Gefühl sein", sagen die Zuschauer. "Ich fühle mich ein bisschen wackelig auf den Füßen", gibt der mutige Celler zu. "Als das Auto auf dem Kopf stand, habe ich richtig den Druck gespürt – so als ob ich gleich hinunterfallen würde. Aber zum Glück war ich gut angeschnallt." Denn im Simulator trug er einen speziellen Sicherheitsgurt, der über beide Schultern ging.

Figen Ozan testete mit ihren Söhnen am Alten Rathaus einen Wagen nach dem anderen: Gerade sitzt sie mit ihrem achtjährigen Sohn Roni in einem weißen Nissan Pulsar. "Der würde sich als Zweitauto eignen, weil er nicht so tief ist", erzählt die Cellerin. Denn gerade noch hat die im Nissan Cabrio 370 Z gesessen. "Das ist ein Traum", betont Figen Ozan. Vorher hat die vierfache Mutter auch noch den Toyota-Bus inspiziert. "Der ist zwar groß genug, aber irgendwie unübersichtlich." Und auch am Jeep Landcruiser, Baujahr 1971, konnte sie mit ihren Jungen nicht einfach so vorbeigehen.

Auf der Stechbahn stehen etwa ein Dutzend Foodtrucks. Mit seiner "Spießerkarre" ist Jens-Uwe Jahns aus Magdeburg das erste Mal dabei. Im restaurierten DDR-Wohnwagen der Marke "Nagetusch" Dresden, Baujahr 1971, verkauft er riesige Tornado-Potatoes und Corndogs, nämlich Würstchen im Maismantel. "Die gibt es sonst nur im Film oder in Amerika", sagt einer der wartenden Kunden. Für Jahns läuft es heute gut: "Solange ich da bin, stehen die Leute Schlange."

Auch am Zelt von Lady Shakshuka schauen die Celler neugierig in die Pfannen. Sagit Cantker hat aus ihrer Heimat Israel das leckere Nationalgericht mitgebracht. Es besteht aus drei simplen Hauptzutaten: Tomaten, Paprika und Eiern. Am Stand gibt es drei verschiedene Varianten mit leckeren Gewürzen: in Natur, als vegetarische Variante mit Feta und Spinat oder mit Wurst. Seit 16 Jahren lebt Sagit Cantker in Deutschland, seit zwei Monaten ist sie auf Streetfood-Märkten in Hannover und Umgebung präsent. "Das zu machen, ist von mir schon lange ein Traum gewesen", betont sie.

Nur Massimo Guiseppe aus Braunschweig ist mit seiner Ausbeute auf der Stechbahn nicht so zufrieden. An seinem "Coffee Bike" verkauft er Espresso und Capuccino. "Hier sind doch zu wenig Foodtrucks, denn Zelte sind nun mal keine richtigen Trucks, davon braucht man mindestens zehn Stück", findet der Italiener. Doch von dieser Tatsache haben sich die Celler nicht die gute Laune nehmen lassen.

Don Clarke, Comedian aus England, ist nach eigener Aussage dafür bekannt, dass er auf der Bühne nichts tut – außer hin- und herzulaufen. Um den Besuchern seines Gastspiels in der Celler CD-Kaserne keine falschen Hoffnungen zu machen, verkündete er daher auch gleich zu Beginn, dass er auch an diesem Abend nichts anderes vorhabe.

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