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Celle Stadt Taxifahren in Celle wird bis zu 25 Prozent teurer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Taxifahren in Celle wird bis zu 25 Prozent teurer
18:16 19.11.2014
Von Michael Ende
Taxifahren bis zu 25 Prozent teurer. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Wer nach der Silvesterparty am Neujahrsmorgen mit dem Taxi nach Hause fahren will, der sollte sich dafür ein bisschen mehr Geld als bisher üblich einstecken – denn die Fahrt wird teurer als vielleicht erwartet. Damit wird eine Forderung des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) umgesetzt, der von der Stadt Celle eine Erhöhung des Taxitarifs verlangt hatte. Bisher erhielten Taxifahrer inklusive aller Zuschläge zwischen 5,50 Euro und 6,50 Euro brutto pro Stunde, so GVN-Geschäftsführer Stephan Ruppe. Das ändere sich zum 1. Januar, wenn der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro in Kraft trete. „Um den Mindestlohn und gesetzliche Zuschläge an die Mitarbeiter zahlen zu können, ist eine deutliche Erhöhung der Entgelte notwendig“, so Ruppe in einem Schreiben an die Stadt Celle.

Die vom GVN vorgeschlagenen Tariferhöhungen seien „plausibel“, erklärte Ordnungsamtsleiter Edgar Frick am Dienstag im städtischen Verkehrsausschuss. Frick schlug dem Ausschuss vor, den Grundpreis für jede Fahrt von derzeit 2,90 Euro auf 3,60 Euro anzuheben. Der Kilometer-Preis soll künftig 2,10 Euro anstatt bisher 1,70 Euro betragen. Ab 3000 Metern Fahrstrecke soll der Kilometerpreis künftig 2 Euro, ab 6000 Metern 1,70 Euro betragen. Neu eingeführt werden soll ein spezieller Nacht- und Feiertagstarif, der für die Kunden noch teurer wird. In ihm sollen zum Beispiel der Grundpreis 4 Euro und der Anfangs-Kilometerpreis 2,20 Euro betragen. Sogar das Nicht-Taxifahren wird teurer: Kommt eine Beförderung aus Gründen, die der Kunde zu verantworten hat, nicht zustande, kostet das zukünftig 5 Euro. Bisher waren 3 Euro fällig.

Der Ausschuss votierte für die Preiserhöhungen. „Wir freuen uns über den Mindestlohn und hoffen, dass das Taxigewerbe nicht negativ beeinflusst wird“, so Jürgen Rentsch (SPD). „Ich hoffe, dass deswegen keine Taxifahrer entlassen werden“, meinte Ralf Blidon (FDP). Er wisse von mindestens einem Fall, so Frick: „Dieser Fahrer wird zum 1. Januar entlassen und will sich nun selbstständig machen.“ Auch GVN-Chef Ruppe hatte von sich ankündigenden „gewissen Strukturveränderungen im Taxigewerbe“ gesprochen: „Eine weitere Optimierung der Fahraufträge sowie klar definierte Einsatzzeiten mit Kürzung des Taxiangebots in Schwachlastzeiten ist dringend erforderlich.“

Und die gute Nachricht? Die gibt es auch: Das Befördern von Gepäck und Tieren wird auch zukünftig nicht gesondert berechnet.