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Celle Stadt Technik gut – Programm nicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Technik gut – Programm nicht
13:42 29.08.2018
Kreiskantorin Almut Höner zu Guntenhausen (links) hatte zusammen mit Organist Robin Hlinka einen Orgelabend für zwei in der Westerceller Christuskirche organisiert. Quelle: David Borghoff
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Vier Hände, vier Füße, zwei Orgeln oder Cembali, diese ungewöhnliche Konstellation bedarf eines besonderen Programms, denn Musik für Orgel vierhändig und vierfüßig ist genauso selten, wie Musik für zwei Orgeln. Kein Wunder also, dass im Konzert in der Westerceller Christuskirche mit genau dieser Besetzung ausschließlich Raritäten auf dem Programm standen.

Kreiskantorin Almut Höner zu Guntenhausen hatte zusammen mit Organist Robin Hlinka den Abend vorbereitet. Der Besuch war bestens, das Konzert jedoch konnte nur eingeschränkt gefallen. Das lag weniger an der Art der Darbietung, sondern vor allem an den Stücken, die zum großen Teil wegen mangelnder Qualität zu Recht wenig gespielt werden. Aber das kann man natürlich erst dann merken, wenn man sie sich erarbeitet hat oder, als Konzertbesucher, die Stücke hören konnte.

Beim Beschreiben des Eindrucks den dieses Konzert hinterlassen hat, entsteht das Problem, dass es beim erstmaligen Hören eines Stückes nicht immer auszumachen ist, ob eben dieser Eindruck vom Stück selbst ausgelöst wird, oder von dieser speziellen Wiedergabe. Bei den beiden erstmals gehörten romantischen Stücken von Johann Julius Schneider fällt die Einschätzung am Klarsten aus: Diese Musik ist weitgehend nichtssagend. Dass diese Musik kaum überzeugend wirken kann, liegt also wenig an den Ausführenden.

Anders sieht es beim bekannteren Adolph Hesse aus, dessen Musik sehr wohl eine eigenständige Melodik und Harmonik aufweist. Hesses Musik hat aber meist auch Längen und Durchhänger, die man als Interpret überbrücken muss. Das haben diese beiden Organisten bei der Fantasie in c-moll aber nicht getan, sondern das Stück zu brav dargeboten.

In gewisser Weise ähnlich war die Situation bei der lockeren Spielmusik des Concerto in B von Giovanni Zucchinetti. Dessen Musik ist sicher nicht tiefsinnig, aber gezeichnet von Spielfreude und Klanglust. Dazu muss aber sowohl das Tempo als auch Artikulation und Registrierung stimmen. Mit dem etwas langsamen Tempo des ersten Satzes hätte man sich vielleicht noch anfreunden können, wenn die anderen Gestaltungskomponenten gepasst hätten. Aber es war klanglich alles zu dick und die Spielweise zu bräsig. Von italienischer Leichtigkeit nicht die Spur. Ähnliche problematische Eindrücke entstanden bei den Stücken von Krebs und Blanco.

So ehrenhaft es ist, sich für Vergessenes einzusetzen, in diesem Fall war das Engagement der beiden Organisten teilweise verlorene Liebesmüh, was umso bedauerlicher ist, als man sehr wohl merkte, dass beide ihr musikalisch-technisches Handwerk beherrschen. Drum würde man auch beide gerne wieder hören, dann aber mit einem besser ausgewählten Programm.

Von Reinald Hanke

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