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Celle Stadt Technik ist der Antrieb des Beruflichen Gymnasiums an Celler Axel-Bruns-Schule
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Technik ist der Antrieb des Beruflichen Gymnasiums an Celler Axel-Bruns-Schule
17:38 30.01.2017
Celle Stadt

Mit Metall-, Elektro- und Bautechnik werden drei fachliche Schwerpunkte angeboten. In der 11. Klasse erhalten die Schüler die Grundlagen in allen dieser Profile und können so in die Fachrichtungen schnuppern, bevor sie ihr Profilfach wählen. „Zuerst war für mich klar, dass ich den Schwerpunkt Metalltechnik wähle, doch dann kam die Einheit zu Elektrotechnik, und dann war für mich klar: Das ist es“, erklärt Leon Stein.

Er wollte etwas "mit den Händen machen", so Paul Huke. Der 19-Jährige hat sich für den Schwerpunkt Metallbau entschieden. Drehen, Schweißen und Fräsen – hier habe er die Möglichkeit, auch praktisch zu arbeiten, betont der 13.-Klässler. Mit Elektrotechnik hat sich Wiebke Schier für ihren Schwerpunkt entschieden: Technik sei in ihrer Familie immer ein Thema gewesen, so die 19-Jährige. Das gewählte Profilfach geht als erstes Prüfungsfach in die Abiturprüfung ein und wird in Theorie und Praxis unterrichtet.

Lebensnahes Lernen ist auch für Patrizia Richter von besonderer Bedeutung. In ihrer Facharbeit in der 12. Klasse baute die Schülerin mit dem Schwerpunkt Bautechnik ein eigenes Modell eines Hauses. Der Entschluss, ein Berufliches Gymnasium zu besuchen, war für die 19-Jährige eine klare Entscheidung mit Blick auf die berufliche Zukunft. „Nach dem Abschluss möchte ich Architektur studieren“, so die Oberstufenschülerin. "Es war spannend, Schicht für Schicht das Haus am Modell zu entwickeln und die baulichen technischen Funktionen zu überprüfen", so Johannes Rohr. Auch das fächerübergreifende Arbeiten sieht Huke als großen Vorteil an. "Wir haben immer aus anderen Fachbereichen Hilfe bekommen", erklärte der 19-Jährige.

Als zweites Prüfungsfach kann Deutsch oder Englisch gewählt werden. Als drittes Prüfungsfach muss Mathematik eingebracht werden. Diese Fächer haben alle ein erhöhtes Anforderungsprofil. Des Weiteren zählen im Abitur Betriebs- und Volkswirtschaftslehre oder wahlweise Physik oder Chemie. Doch keinesfalls sind die Schüler auf eine technische Ausrichtung festgelegt. „Ehemalige Schüler arbeiten auch in der Pädagogik oder Medizin“, berichtet Rene Reimold, Studiendirektor am Beruflichen Gymnasium Technik.

Ein Großteil der der Schüler beginne ein Studium. Studiengänge, wie Automatisierungstechnik, Maschinenbau oder Architektur liegen hoch im Kurs. "In den ersten Semestern erweise sich das erworbene Vorwissen für das Studium als von Vorteil", so Reimold.

Beim Blick auf die Zahlen fällt auf, dass Mädchen an der Schule noch unterrepräsentiert sind. Doch unwohl fühlen sich die Oberstufenschülerinnen in ihren Jahrgängen nicht. „Die Zusammenarbeit unter den männlichen Schülern ist entspannter“, berichtet Celine Gleue.