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Celle Stadt Technik zum Anfassen in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Technik zum Anfassen in Celle
17:36 09.03.2017
Mit leeren Händen sind die Schülerinnen des Hölty-Gymnasiums nicht nach Hause gegangen. In dem Workshop haben (von links) Marit, Isabelle und Fenna verschiedene Gegenstände modelliert und dann dreidimensional ausgedruckt.  Quelle: Oliver Knoblich
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"Wir wollen den Mädchen zeigen, dass Technik spannend und Spaß machen kann", erläutert Hans-Jürgen Dittmers, Leiter der Technischen Ausbildung bei Baker Hughes. Dass das "3D"-Druckverfahren kein Hexenwerk ist, davon konnten sich die Neunt- und Zehntklässlerinnen überzeugen. Aber der kleine Drucker ist schon eine Wundermaschine.

Konzentriert sitzen die Mädchen vor ihren Laptops in der Ausbildungswerkstatt von Baker Hughes. Als Einstieg haben die Mädchen einen Würfel modelliert, jetzt wird es etwas schwieriger. Linien werden gezogen, Strecken berechnet, Kreisbögen angelegt – mithilfe der Software formen die Mädchen ihren dreidimensionale Herz-Anhänger. Und dann ist es auch schon fast fertig, noch schnell die Datei abspeichern und an den "3D"-Drucker übertragen. Zweieinhalb Stunden dauert es jetzt bis die Schülerinnen ihr Schmuckstück in den Händen halten können.

"Aus dem Nichts entsteht etwas", gibt sich Ulrich Rode von der Stiftung Niedersachsen-Metall begeistert. Und genau das ist es, was die Mädchen an diesem Workshop so fasziniert. "Das Ergebnis ist sichtbar", so Amelie Riga (15). Doch das Produkt ist auch fühlbar. Die Kurven, die sie vorher in der Software eingezeichnet haben, können sie jetzt mit ihren Fingern betasten.

Nicht nur in den gewerblich-technischen Berufen sieht Rode die Zukunft des Landes. "Wir benötigen junge Menschen, die Technik nicht nur nutzen, sondern auch entwickeln wollen", erläutert der Bildungsreferent.