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Celle Stadt Telekom räumt Engpässe bei DSL-Anschlüssen in Celle ein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Telekom räumt Engpässe bei DSL-Anschlüssen in Celle ein
17:50 06.07.2017
Von Christian Link
Achillesverse bei der DSL-Versorgung: Die Kabelverzweiger geraten an ihre Kapazitätsgrenze.
Celle Stadt

NEUENHÄUSEN. "Wir hatten aufgrund der hohen Nachfrage nach schnellem Internet einen Portmangel", bestätigt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle auf CZ-Anfrage. Im Klartext heißt das: Im nächst gelegenen Schaltschrank (Kabelverzweiger) an der Straße waren keine Anschlüsse (Ports) mehr frei.

Wie viele Celler von dem Problem betroffen sind, bleibt das Geheimnis der Telekom. "Regionale Zahlen zu DSL-Anschlüssen sowie Kundenzahlen weisen wir nicht aus", wiegelt das Unternehmen ab. Der Netzbetreiber räumt jedoch ein: "In einigen Fällen sind wir noch dabei die Kapazitäten zu erweitern: Wir bitten unsere Kunden noch um etwas Geduld und entschuldigen uns für die Wartezeit.

Der CZ-Redaktion sind drei konkrete Fälle in Neuenhäusen bekannt, bei denen die Kunden seit Monaten auf ihren Anschluss warten. "Ich warte seit Mitte April auf einen DSL-Anschluss", berichtet ein Freiberufler, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Zunächst hatte er einen Internetanschluss bei Vodafone beantragt. "Die haben mir dann aber nach fünf erfolglosen Versuchen abgesagt", sagt er. Die Telekom habe ihm dann Anfang Mai zunächst den 22. Mai als Anschlussdatum genannt. Als die Leitung dann immer noch tot war, hakte er nach und bekam einen neuen Anschlusstermin: am 28. Juli.

"Das war der Zeitpunkt, an dem wir dann aktiv geworden sind", sagt der Freiberufler. Er schaltete den SPD-Landtagsabgeordneten Maximilian Schmidt ein, der sich als Netzbeauftragter seiner Partei regelmäßig mit der DSL-Infrastruktur im Landkreis Celle auseinander setzen muss. „Im Stadtgebiet von Celle ist bisher immer dafür geworben worden, dass hier flächendeckend mindestens rund 100 Megabit pro Sekunde verfügbar sind – das ist leider noch nicht überall der Fall", bemängelt Schmidt. Die versprochene Bandbreite käme am Ende nicht in voller Höhe beim Kunden an. "Die Anbieter müssen hier zügig nachrüsten", fordert der Landtagsabgeordnete.

Im Fall des Freiberuflers hat die Telekom jetzt neue Hardware eingebaut und damit die Kapazitäten erweitert. "Das wurde mir per SMS bestätigt, jetzt warte ich nur noch auf die Freischaltung", sagt er. Dass ein DSL-Anschluss mehrere Monate dauert, findet er ungeheuerlich: "Mitten in einer 70.000-Einwohner-Stadt sollte das eigentlich nicht vorkommen." (cli)