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Celle Stadt Tempo 30 für Celler Wiesenstraße gefordert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tempo 30 für Celler Wiesenstraße gefordert
16:00 02.11.2017
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

NEUENHÄUSEN. Alle drei Projekte seien niederschwellige Angebote und multikulturelle Treffpunkte und Begegnungsstätten, die Kinder und Jugendlichen bei schulischen Belangen unterstützten und eine kreative Freizeitgestaltung fördern, so Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD): „Eine Streichung von Mitteln würde die Existenz der Einrichtungen gefährden – mit entsprechenden sozialräumlichen Auswirkungen in Neuenhäusen.“

Einen potenzielle Gefahrenquelle möchte der Ortsrat entschärfen. Er hat beschlossen, dass in Absprache mit der Stadtverwaltung die Wiesenstraße als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden solle. Außerdem solle geprüft werden, inwieweit sich zusätzlich eine gegenläufige Radspur einrichten lasse. Zuvor hätten viele Anwohner den Wunsch geäußert, dass die Geschwindigkeit in der Straße auf 30 Stundenkilometer reduziert werde, so Rodenwaldt, dessen Fraktion den entsprechenden Antrag gestellt hatte: „Fast alle Häuser stehen direkt an der Straße. Die Anwohner sind deshalb besonders von Lärm betroffen. Zusätzlich wird die relativ enge Straße stark von Radfahrern in beide Richtungen frequentiert.“

Hinsichtlich des geplanten Sanierungsgebiets „Neuenhäusen südlich der Bahnhofstraße“ hatte Stadtkämmerer Thomas Bertram kürzlich betont, dass das Projekt zwar nicht mehr im Nachtragshaushalt 2017 auftauche, doch dass dies „keineswegs bedeute dass keine Sanierung erfolgen soll. Vielmehr verschiebt sich die Maßnahme, da der Baubereich in eine Vielzahl anderer Projekte eingebunden ist. Das Stellen eines entsprechenden Antrages kann und soll bis zum Sommer 2018 erfolgen. Insofern kann rechtzeitig für den Haushalt 2019 über eine Mittelbereitstellung entschieden werden.“ Mit diese Zusicherung gab sich der Neuenhäusener Ortsrat nicht zufrieden.

Das Gremium forderte einstimmig, dass die Verwaltung unverändert die Arbeit am bestehenden Ratsbeschluss, den formalen Beschluss zur Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen und die Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes vorzubereiten, fortsetzen und die weiteren nötigen Mittel ab 2018 für die städtebauliche Sanierung Neuenhäusens zur Verfügung stellen solle.

„Der Ortsrat und bisher auch der Rat unterstützen den Trend zu mehr urbanem Leben und Arbeiten in dem Quartier“, so Rodenwaldt: „Wir wollen das Gebiet aufwerten und zu einer lebhaften und lebendigen Achse zwischen der sanierten Neustadt und der Altstadt zu entwickeln. Neue Wohn- und Arbeitsflächen sollen entstehen, Straßen saniert und das Straßenbild modernisiert werden.“ Das Projekt solle nicht aufgeschoben, sondern umgehend angepackt werden, so der Ortsbürgermeister.