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Celle Stadt Tesla stellt Autos in Celle vor
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tesla stellt Autos in Celle vor
17:39 23.07.2017
Celle Stadt

Die Beschleunigung drückt einen in den Sitz, wenn man vorsichtig auf das Gaspedal tritt. Die 422 Pferdestärken des Tesla-SUV Modell X leisten ganze Arbeit. Links und rechts ziehen Häuser und Bäume an einem vorbei. Verschwimmen fast, während der Wagen einen wie eine leise Rakete über die Straße trägt. In den bequemen Sportsitz gedrückt, fühlt man sich sicher – umgeben von Karbon und Leder. Das riesige Touchpad in der Mittelkonsole bietet Zugriff auf den Bordcomputer, der jede Menge Daten über das eigene Fahrverhalten analysiert, und – neben weiteren technischen Finessen – auch den Weg zur nächsten Ladestation kennt. Dann nimmt man bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde die Hände vom Lenkrad und die Füße von den Pedalen: Der Autopilot übernimmt und hält selbstständig den Abstand zum vorausfahrenden Auto, die Geschwindigkeit und die Spur.

„Das ist sehr spannend, aber loslassen und genießen geht bei mir überhaupt nicht“, sagt Uwe Poell, der extra aus Wolfshagen zum Hotel Fürstenhof gekommen ist, um sich die Tesla Modelle S und X anzusehen, die dort am Samstag vorgestellt wurden. Auch Poell hat eine Probefahrt mit dem SUV von Tesla gemacht und den Autopiloten getestet. „Ich war zuerst sehr angespannt, aber man gewöhnt sich daran.“ Nur sich ganz darauf verlassen, sollte man nicht. "Denn gerade junge Leute könnten da vielleicht auf die Idee kommen, die freien Hände für das Smartphone zu nutzen“, sagt Poell.

Ansonsten ist er von dem Elektroauto begeistert. „Es ist wie in einem Raumschiff.“ Noch besser als der SUV gefalle ihm die Variante Modell S. „Ich sitze lieber etwas tiefer direkt bei der Straße.“ Weshalb der 53-Jährige mit dem Gedanken spielt, sich die sportliche E-Limousine zu kaufen. Zurzeit fährt er einen VW Scirocco, „doch wenn das nötige Geld da ist, könnte ich mir vorstellen, einen Tesla zu kaufen.“

Das Geld spielt bei einem Kaufpreis von etwa 100.000 Euro – neben der enormen Beschleunigung und der Reichweite pro geladener Batterie – für viele Autofans, die zum Fürstenhof gekommen sind, eine wichtige Rolle. „Ich fahre am Tag aus beruflichen Gründen 280 Kilometer, da rechnet sich ein Elektroauto schon“, so Julian Winkel. Deshalb überlegt der 26-jährige Fluglotse, sich ein neues Auto zuzulegen. Das könnte ein Tesla sein. Denn neben der Technik überzeugt ihn das „sportlich-edle Design“ des Modell S. Ob er einen kauft, wisse er aber noch nicht. „Es ist auf jeden Fall eine Option.“

Langfristig könnte auch Lothar Kock sich vorstellen, ein Auto mit Elektroantrieb zu fahren. „Diese Autos sind die Zukunft“, sagt der 76-jährige Besitzer eines VW Phaeton. Nur von der CO2-Bilanz der Fahrzeuge ist er noch nicht ganz überzeugt. „Durch die Herstellung der Batterie und die Erzeugung von Strom wird ja auch CO2 erzeugt. Und auch die Gewinnung der Edelmetalle für die Akkus ist ein Problem für die Umwelt.“