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Celle Stadt Tierisch gute Freunde: Celler lieben ihre Hunde
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tierisch gute Freunde: Celler lieben ihre Hunde
20:41 09.10.2016
Von Carsten Richter
Celle Stadt

Auch Celler Hundehalter können sich ein Leben ohne ihren Liebling nicht mehr vorstellen. „Es gibt keine treuere Seele als einen Hund“, meint Gabriele Beyer fast philosophisch, als sie mit Ida an den Dammaschwiesen spazieren geht. „Wenn es Ida gut geht, geht es mir auch gut. Sie bringt mir viel Lebensfreude“, sagt die 66-Jährige über die zweieinhalbjährige Mischlingshündin. Ida gehört eigentlich ihrer Tochter. Beyer ist sehr tierlieb und passt tagsüber auf sie auf. „Ida freut sich immer, wenn ich nach Hause komme.“

Mit treuem Blick schaut die sechs Jahre alte Molly ihr Herrchen an, als sie mit Jens Steffen in Richtung Pfennigbrücke geht. Der Kleinspitz-Mischling ist schon sein sechster Hund. „Ich habe von klein auf einen Hund gehabt. Dadurch gehe ich jeden Tag an die frische Luft und komme mit vielen Leuten in Kontakt“, sagt der 30-Jährige. Wenn sie nicht Gassi gehen, kuscheln sie gerne miteinander.

Ein inniges Verhältnis hat auch Stefanie Seeger zu ihrem Vierbeiner. Die drei Jahre alte Amber gehört erst seit zehn Monaten zur Familie – doch die Herzen hat sie längst erobert. „Ich bin erstaunt, wie toll es ist, einen Hund zu haben“, sagt Seeger. Der englische Setter zwingt die 40-Jährige, morgens früher aus den Federn zu kommen. Um kurz vor 6 Uhr dreht sie mit Amber die erste Runde durch den Schlosspark. Besonders beeindruckt ist sie, wie Hunde auf menschliche Verhaltensweisen reagieren. „Bei Stress zu Hause geht sie sofort in Deckung.“

Julius Jolmes setzt seinen Westfalenterrier Götze vielseitig ein. Der Eineinhalbjährige ist sowohl Familien- als auch Jagdhund. „Er begleitet mich 24 Stunden“, sagt Jolmes, als er mit ihm durch den Französischen Garten tollt. Sogar mit ins Büro nimmt ihn der 30-Jährige. Bei seinem Chef habe er zwar erst Überzeugungsarbeit leisten müssen, doch Götzes ruhiges Wesen habe alle Bedenken zerstreut. „Die Kollegen freuen sich und bringen gerne ein Leckerli für ihn mit.“

Etwas ruhiger mag es Luzie. Faul liegt sie auf dem Rasen am Bieneninstitut, während ihr Herrchen Karl Theyssen nebenan mit Freunden Boule spielt. Trotzdem ist sie stets wachsam. „Erziehung ist bei Hunden ganz wichtig“, meint der 73-Jährige aus Eversen. „Deshalb kann ich sie auch ohne Leine prima laufen lassen.“ Rund um die Uhr begleitet die fünf Jahre alte Mischlingshündin den Rentner. „Um Mitternacht drehen wir unsere letzte Runde. Morgens muss dann meine Frau mit ihr raus.“

Hundesport stand für Iris Schäfer und Tari früher fast jeden Tag auf dem Programm, auch Prüfungen haben die 42-jährige Wietzerin und der sieben Jahre alte belgische Schäferhund gemeinsam absolviert. Inzwischen lassen es Hund und Frauchen etwas entspannter angehen. Seit 16 Jahren hat Iris Schäfer einen Vierbeiner bei sich zu Hause in Wietze. „Ein Leben ohne Hund ist für mich schon gar nicht mehr vorstellbar“, sagt sie.