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Celle Stadt Total verliebt in Celle: Neue Online-Plattform startet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Total verliebt in Celle: Neue Online-Plattform startet
18:46 15.08.2018
Von Michael Ende
„Was gefällt Ihnen an Celle?" Das Projekt-Vidoteam #inlovewithcelle befragte jetzt zahlreiche Passanten in der Celler Innenstadt, unter anderem auf dem Wochenmarkt.“ Quelle: Constanze Remke
Celle Stadt

Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau einer Online-Plattform, auf der die Stadt und der Landkreis Celle in allen positiven Facetten, mit allen Vorzügen und Besonderheiten präsentiert werden sollen.

“Jeder von uns verbindet etwas Individuelles mit Celle – etwas, das die Region für uns lebens- und liebenswert macht. Dies wollen wir uns sowohl selbst immer wieder vor Augen führen als auch anderen nachhaltig und authentisch nahebringen”, sagt Constanze Remke, Einzelhändlerin und Initiatorin der neuen Arbeitsgruppe. Das Ziel sei, so viele Menschen wie möglich mit einer "Begeisterung für Celle" anzustecken und auf diese Weise gemeinschaftlich das Bekenntnis sowohl zur Stadt als auch zum Landkreis nach außen zu tragen und zu multiplizieren.

Der Hashtag #inlovewithcelle beschreibe dabei ein Gefühl, eine Grundeinstellung, eine bewusst positive Sichtweise: "Oftmals sind es ja gerade die kleinen Dinge, die das große Ganze zu dem machen, was es ist. Dass eine Region stets auch Herausforderungen zu bewältigen hat, ist vollkommen klar. Mit denen befassen sich allerdings bereits zahlreiche andere Publikationen. Wir konzentrieren uns bewusst auf positive Aspekte und Neuigkeiten.”

Sieben Mitstreiter hat Remke in der neuen "CreativCelle" bereits um sich geschart. Vier von ihnen, darunter der Fotograf und Filmemacher Simon Thomas, haben jetzt in der Celler Innenstadt zahlreiche Interviews mit Passanten und Gewerbetreibenden geführt. Ausgestattet mit #inlovewithcelle-T-Shirts und einer Kamera entlockte das Projektteam sowohl Einheimischen und Touristen als auch Gastronomen und Einzelhändlern ihre ganz persönliche Sicht auf Celle und die Region.

Der Film ist ab sofort auf der Facebookseite facebook.com/inlovewithcelle abrufbar und stellt die erste Veröffentlichung in einer Reihe vieler geplanter Beiträge dar. Fazit des sehenswerten Videos: Celle ist liebens- und lebenswert. Auf dieser Facebookseite, wie auch auf der Website des Vereins www.cellecreativ.de, wird künftig über die Fortschritte bei der Etablierung der Plattform sowie alle weiteren Aktionen und Ideen rund um #inlovewithcelle berichtet.

Der Verein CelleCreativ wurde im Sommer 2017 gegründet und strebt die Förderung des Kreativ- und Kulturbereichs sowie dessen Vernetzung mit der Wirtschaft an. Unter anderem soll mit der Errichtung eines realen und virtuellen Netzwerks ein interdisziplinärer Raum für die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte geschaffen werden.

Seit Mai dieses Jahres treffen sich Mitglieder und Gäste monatlich an wechselnden Orten zu einem Stammtisch in der Celler Innenstadt – eine gute Gelegenheit, die Akteure persönlich kennenzulernen, Fragen zu stellen und die Möglichkeiten der eigenen Mitwirkung auszuloten. Interessenten und potentielle Mitstreiter sind immer herzlich willkommen. Die Termine und Treffpunkte des Stammtischs sowie auch weitere Informationen zu CelleCreativ findet man unter www.cellecreativ.de.

Rosarot – ein Kommentar von Michael Ende

Celle kann auch anders als meckern, mosern, nörgeln, schlimm finden. Das wollen die CreativCellisten auf ihrem Alles-ist-schön-Trip zeigen. Sie gehören zu denen, die anders als manch anderer gerade nicht darauf lauern, etwas zu finden, das sie doof finden können.

Baustellen-Ausschilderungen, die man falsch verstehen kann, wenn man darauf besteht, nicht zu öffnende oder gar nicht erst angehängte E-Mail-Anhänge, rote Ampeln, Zugverspätungen, Laub, Umleitungen, Leute, die am Hafen sitzen und gehört werden können, Kreisverkehre, der unaufgeräumte Nachbars-Garten, das Knöllchen, das man fürs Falschparken kassiert, Unis, die es nur woanders gibt, der Hund, der einen Haufen macht, Kindergeschrei, rote Ampeln, Briefmarken, die nicht kleben und dazu noch teurer werden – über irgendetwas kann man sich immer aufregen. Wenn man nur will. Hier wollen die notorischen Schön-Finder herzige Kontrapunkte setzen.

Das wird vielen guttun. Doch wie das so ist, wenn man verliebt ist: Irgendwann ist der erste rosarote Rausch der Gefühle auch wieder vorbei. Und dann fallen sie wieder auf, die nicht so schönen Dinge: Leerstände, Autoabgase, nicht zufriedenstellende Verkehrsregelungen, sterbende Bäume, Vorschriften, deren Sinn sich nicht erschließt. Auch auf sie werden die in ihre Stadt verknallten Celler auf ihrer Tour d'Amour stoßen. Und dann zeigt sich, was diese Romanze aushält: Celle mit all seinen Schwächen zu mögen – das ist echte Liebe.

In der "Weihnachtsstadt", zu der sich der Celler Weihnachtsmarkt in diesem Jahr entwickeln soll, wird für den sonst auf der Stechbahn und vor dem Alten Rathaus angesiedelten Wochenmarkt kein Platz sein. Der Wochenmarkt soll vor dem adventlichen Treiben auf Teile der Straße Markt, der Schuhstraße und des Brandplatzes ausweichen. Marktbeschicker befürchten Umsatzverluste von bis zu 70 Prozent. Den rigiden Umgang der Verwaltung mit den Celler Markthändlern kritisieren die Grünen im Stadtrat.

Michael Ende 14.08.2018

Dieser Tag steht ganz im Zeichen des guten Zwecks: Bei der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ geht es am Samstag, 25. August, zum dritten Mal darum, krebskranken Menschen zu helfen. Zu diesem Zweck legen sich 166 Teams - so viele wie bundesweit nie zuvor - in die Riemen.

Carsten Richter 13.08.2018

Wo bisher Fußballer über den Platz flitzten, rollen nun Bagger. Schwere Baumaschinen machen auf der Herrenwiese am Fuhse-Ufer den Weg frei für Touristen, denen die Stadt Celle in Zukunft ein erheblich attraktiveres Umfeld bieten möchte als jetzt: In Sachen Ausstattung soll der neue Wohnmobilstellplatz am Badeland mit reichlich Extras aufwarten, die das Camper-Herz höher schlagen lassen. "Endlich geht es los", freut sich Oberbürgermeister Jörg Nigge und beobachtet einen Radlader bei seinem staubigen Treiben: "Bei diesem Projekt ziehen Politik und Verwaltung, Tourismusbranche und Stadtwerke an einem Strick. Das sollte Schule machen."

Michael Ende 13.08.2018