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Celle Stadt Tote Fische treiben im Celler Schlossgraben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tote Fische treiben im Celler Schlossgraben
17:57 14.08.2017
Von Michael Ende
Ob die weiße Flüssigkeit, die in den Graben lief, für das Fischsterben sorgte, ist unbekannt. Quelle: Michelle Heinrichs
Celle Stadt

Sowohl Feuerwehr als auch Polizei seien alarmiert worden, so Heinrichs. Doch die hätten nur einen Bericht an die Stadtverwaltung geschrieben: "Super, nur das hilft den Tieren, die dadurch wahrscheinlich noch sterben werden, nicht weiter. Auch ohne diese Brühe, die dort hinein gelassen wurde, ist das Wasser extrem verschmutzt."

Dass die Wasserqualität nicht so sei, wie man sich das wünsche, bestätigte gestern der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer: "Die Untere Wasserbehörde war heute früh am Schlossgraben, um den Hinweisen nachzugehen. Allerdings hatte sich der Zustand inzwischen weitgehend normalisiert."

Auf dem Foto, das Heinrich geschossen habe, sei eine "milchig getrübte Fahne" erkennbar, die jedoch keine Rückschlüsse auf Herkunft oder Art des Fremdwassers zulasse: "In den Schlossgraben wird nur Regenwasser eingeleitet. Es liegt die Vermutung nahe, dass am Wochenende auf irgendeine Weise Abwasser in einen der Regenabläufe gelangt ist. Ob diese Einleitung tatsächlich Ursache für die toten Fische war, ist schwer zu beurteilen."

Im Rathaus gehe man davon aus, dass die Nachwehen des jüngsten Hochwassers in den kleinen innenstädtischen Gewässern zu spüren seien, so Fischer: "Stadtgraben und Schlossgraben waren beim Hochwasser abgesperrt. Es kam kein frisches, sauerstoffhaltiges Allerwasser nach. Durch warme Witterung trat zudem Sauerstoffzehrung ein. Nach dem Wiederdurchströmen der Gewässer kam zunächst etwas schlammiges, modriges, abgestandenes Wasser nach." Auch im Raum Gifhorn gebe es aufgrund des Hochwassers viele tote Fische in der Aller.