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Celle Stadt Toter Winkel: Stadt Celle testet Ampelspiegel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Toter Winkel: Stadt Celle testet Ampelspiegel
10:25 27.05.2014
Von Gunther Meinrenken
An der Kreuzung Hannoversche Heerstraße/Wederweg hat die Stadt einen Ampelspiegel aufgehängt. Lkw-Fahrer können damit beim Blick auf die Ampel sehen, ob sich ein Radfahrer neben ihnen befindet. Quelle: Benjamin Westhoff
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Fahrradfahrer leben gefährlich – und nicht nur die, die einen unvorsichtigen Fahrstil pflegen. Eines der großen Risiken für die Radler ist der tote Winkel. An Kreuzungen haben es vor allem Lkw- und Busfahrer schwer, Radfahrer, die sich neben ihnen auf dem Radweg nähern, rechtzeitig zu erkennen. Die Stadt testet nun einen speziellen Spiegel, der für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen soll.2010 war ein Radfahrer in Celle tödlich verunglückt. Der tragische Unfall war auf den "toten Winkel" zurückzuführen. Seitdem ist auch in der Residenzstadt eine Diskussion um die sogenannten Ampelspiegel entbrannt. Joachim Ehlers, Verkehrssicherheitsexperte der CDU, hat im vergangenen Jahr einen Antrag gestellt, versuchsweise eine Ampel mit einem solchen Spiegel auszurüsten. Die Umsetzung ist jetzt erfolgt."Die Stadt Celle testet den Spiegel zunächst an der Kreuzung Hannoversche Heerstraße/Wederweg und verbindet damit die Erwartung, dass Konflikte und Unfälle von Lkw und Radfahrern bei typischen 'Toter Winkel-Situationen' verhindert werden können", teilt Stadtsprecher Wolfgang Fischer mit. Nachdem die Verkehrssicherheits-Kommission im gesamten Stadtgebiet keinen geeigneten Standort gefunden habe, sollte das Thema zunächst beiseite gelegt werden. Darauf sei die Politik jedoch nicht eingegangen.Daraufhin habe sich die AG FahrRad mit dem Thema befasst und die Kreuzung Hannoversche Heerstraße/Wederweg für einen Testlauf vorgeschlagen. Hier biegen oft Lkw in Richtung Braunschweiger Heerstraße ab. "In diesem Bereich sind immer wieder Beinahe-Unfälle beobachtet worden. Zunächst soll analysiert werden, ob durch diese Maßnahme eine Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht werden kann. Danach wird sich zeigen, ob die Nachrüstung weiterer Spiegel an anderen Kreuzungen sinnvoll ist", sagt Fischer.400 Euro hat die Stadt für den Parabolspiegel ausgegeben. Das Prinzip ist recht einfach. Wenn ein Lkw-Fahrer in der Zufahrt auf die Ampel das Grünlicht beobachtet, hat er mit dem daneben befestigten Spiegel automatisch auch den parallel fahrenden Radfahrer im Blick. Und dies ohne Sichtbehinderungen durch einen Lkw-Aufbau beim Blick über die Schulter oder den toten Winkel der Lkw-Spiegel. "Der Ampelspiegel soll somit die Fahrzeugspiegel der Lkw und zusätzliche Kamera- und Warnsysteme ergänzen, um Konflikte und Unfälle mit Radfahrern im toten Winkel zu vermeiden", so Fischer.