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Celle Stadt Tradition und Gegenwart rund um den Apfelbaum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tradition und Gegenwart rund um den Apfelbaum
23:28 10.05.2015
Vernissage Kunstausstellung Annette Schlien mit Udo Hörstmann Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

„Seit nunmehr über 225 Jahren steht der Name Schadow als Synonym für herausragende Leistungen im Bereich der bildenden Künste“, erläuterte jüngst Dieter Gefeke, Präsident der Schadow-Gesellschaft. Wie eine Galionsfigur führt Johann Gottfried Schadow, „ein ehrenwerter Mann von sehr gutem Ruf“, Königlicher Hofbildhauer, Meister aller Skulpturen, Direktor der preußischen Akademie der Künste, Karikaturist, Graphiker, Zeichner, Autor, Schachspieler, Ordensträger, Professor, Doktor und Freimaurer die Familiengeschichte an. „Nicht nur durch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor im Herzen von Berlin, die er in den Jahren 1789–94 geschaffen hat, sind Schadows in aller Welt bekannt“, so Gefeke. Bis heute halte der Klang seiner Berühmtheit an.

Auch Celles Bürgermeister Udo Hörstmann zitierte anlässlich der Ausstellungseröffnung den Grundsatz des Vereins: „Die Schadow-Gesellschaft, konstituiert 1985, also vor 30 Jahren, versteht sich als internationales Forum des interdisziplinären Dialogs und des künstlerischen Diskurses und will insbesondere bildnerische Innovationen und gegenwartsbezogene Kunstkonzeptionen unter Berücksichtigung der kunstwissenschaftlichen Theorien der Schadows fördern und anerkennen.“

Schlien, gebürtig aus dem Odenwald, zeigt in der Ausstellung ihre „Bilder mit Gesicht“. Charakteristisch für die Diplom-Designerin und Diplom-Psychologin ist, dass sie jedes Jahr an einem Projekt arbeitet. 2014 widmete sie sich Momenteindrücken im Café Kies, die sie in flüchtigem Gestus fixierte. In diesem Jahr ist ihr Thema in Anlehnung an Luthers Zitat „Der alte Apfelbaum“ – inspiriert vom eigenen Garten.

Die Schadow-Gesellschaft im Haus der gefina, Am Wasserturm 11, zeigt die Ausstellung bis zum 9. Juli, dienstags bis samstags von 16 bis 20 Uhr.

Von Aneka Schult