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Celle Stadt Trassen-Dialogforum einigt sich in Celle auf neun Forderungen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Trassen-Dialogforum einigt sich in Celle auf neun Forderungen
11:53 23.10.2015
Die Frage von Güter- und Personenverkehr könnte im Landkreis sprichwörtlich auf ein Gleis geführt werden. Quelle: Carmen Jaspersen
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Die Kernpunkte sehen einen umfassenden Lärmschutz an allen betroffenen Strecken, die Vermeidung von Flächenzerschneidung und von Orten vor. Außerdem soll es einen Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs geben und einen Beirat aus dem Forum geben, der die Umsetzung des Alphas überwachen wird. Zudem wurden die Kriterien aufgenommen, die den Ausbau der Bestandsstrecken zur Folge haben. Auch die Vorgaben für die einzelnen Strecken wie den dreigleisigen Ausbau zwischen Lüneburg und Uelzen und die Ertüchtigung der Amerika-Linien sind beschrieben. Aufgenommen wurde auch nach einiger Diskussion die Strecke Uelzen bis Halle, weil das Ausbausystem sonst nicht funktionieren würde.

Breiten Raum nahmen in der Diskussion die Aussagen von Ulrich Bischoping ein. Der Chef der Deutschen Bahn in Norddeutschland hatte im Vorfeld für gehörige Unruhe gesorgt, als er erklärte, dass die Bahn zwar den jetzt im Forum gefundenen Kompromiss der Alpha-Variante akzeptiere, für die Zukunft aber Neubauten nicht ausschließe. Daher wollte Bischoping laut einem Pressebericht eine Öffnungsklausel für das Abschlussdokument des Forums durchsetzen. Es wurden nachrichtlich die Hinweise der Deutschen Bahn im Dokument vermerkt. "Dieser Passus ist aber nicht als Öffnungsklausel zu verstehen", betonte der Celler Kreisrat Gerald Höhl als Mitglied des Forums.

Die Bürgerinitiativen (BIs) hatten bereits erklärt, dass sie eine Öffnungsklausel in dem Dokument nicht akzeptieren. "Sollte es eine solche Klausel geben, sind wir draußen", machte ein Vertreter der BI Monster noch ein deutlich.

Im Forum glätte Bischoping die Wogen. "Erstens akzeptiert die Deutsche Bahn das Ergebnis des Forums. Zweites ist eine Neubauvariante von der DB nicht ins Spiel gebracht worden", sagte der DB-Chef. Er stellte allerdings gegenüber der CZ auch noch einmal klar, dass "die Bahn und auch die Länder neue Trassen für die Zukunft nicht ausschließen dürfen". Diese kämen für den Fall in Frage, wenn sich das Ladungsaufkommen deutlich erhöhen würden. "Ich schließe diese Fall zu 99,9 Prozent aus, aber es wäre unredlich, dass nicht zu thematisieren", so Bischoping.
Das Forum gab sich damit zufrieden, zumal sich der Bahnchef mit einer Formulierung einverstanden erklärte, die "kriegsentscheident ist", wie es einer der Teilnehmer formulierte: "Mit der Entscheidung für die Vorzugsvariante entfallen alle anderen Trassenvarianten und werden nicht weiter verfolgt."

Ansonsten wurde in der Redaktionssitzung am Donnerstag gerade zu Anfang noch einmal zäh verhandelt. Gerade Hamburg versuchte noch einmal, die Empfehlung für die sogenannte Alpha-Variante abzuschwächen und neutralere Formulierungen hineinzuverhandeln. Die Hansestadt war damit aber weitestgehend isoliert. Irgendwann platzte eine Vertreter der BIs der Kragen. "Hamburg versucht daraus ein beliebiges Dokument zu machen. Wir können diese Spielchen lassen", sagte Eckehard Niemann.

Von Tore Harmening