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Celle Stadt Tupperparty kocht auf kleiner Flamme
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tupperparty kocht auf kleiner Flamme
12:29 19.03.2012
"Creme Double" nahm den Tupper-Kult auf die Schippe. Das Publikum in der CD-Kaserne kam aber nicht richtig in Fahrt. Quelle: Timo Kastern
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Ob Körperkult, Mobbing oder die Sehnsucht nach dem perfektem Partner: Überall ist das bunte Plastik behilflich. Tupperpartys sind in Norddeutschland längst Kult, und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie auch auf den Bühnen der Städte Einzug halten würden.

In ihrer gut zweistündigen Show suchten die beiden Künstlerinnen immer wieder den Kontakt zum Publikum, ließen Tupperbehälter im Sekundentakt durchreichen. Gerade die in Unterzahl vertretenen Männer durften sich verhöhnt und zugleich umgarnt gefühlt haben.

Allerdings ließen die Texte nicht immer die Beziehung zum bunten Plastik durchblicken. Manchmal suchte der Zuschauer vergeblich nach dem roten Faden. So kam das Publikum leider auch nicht gänzlich in Fahrt. Es blieb beim anerkennenden Beifall, Begeisterungsstürme gab es nicht. Vielleicht ist das Thema Tupperparty doch schon zu angestaubt. Die Hoch-Zeit der lustigen Partys rund um Sekt, Schnittchen und keifende Hausfrauen dürfte wohl in den 90er Jahren gewesen sein.

In verschiedenen Chansons zeigten die beiden Darstellerinnen jedoch, welche stimmlichen Fähigkeiten sie besitzen. Auch tänzerisch bewiesen die Damen, dass sie ihr Handwerk gelernt haben. Hier konnten sie überzeugen. Getreu ihrem Motto „Tupper kann man umtauschen, das Leben aber nicht“ sollte „Creme Double“ aber vielleicht das Thema Tupper einfach gegen ein neues eintauschen.

Von Timo Kastern