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Celle Stadt Übernachtungen: Celle tritt auf der Stelle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Übernachtungen: Celle tritt auf der Stelle
16:14 25.06.2012
Von Gunther Meinrenken
‹bernachtungen: Celle verzeichnet in letzten 10 Jahren kaum Wachstum Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Das Sparkassen-Tourismusbarometer hatte den Städtetourismus in Niedersachsen jüngst näher unter die Lupe genommen. Celle rangiert dabei fast auf dem letzten Platz, nur Goslar hat schlechter abgeschnitten, verzeichnete sogar ein Minus von 1,4 Prozent bei den Übernachtungszahlen. Absoluter Spitzenreiter ist Hildesheim. Die Domstadt hat ihre Übernachtungszahlen im gleichen Zeitraum von fast 121.000 auf über 268.000 gesteigert, das bedeutet einen Zuwachs von 122,8 Prozent.

„In den vergangenen Jahren ist viel passiert, wurden viele neue Angebote geschaffen. Zudem profitieren viele Städte vom stärkeren Geschäftstourismus“, weiß Lars Bengsch, Prokurist bei der dwif-Consulting GmbH, die das Tourismusbarometer wissenschaftlich begleitet. Celle und Goslar seien eher die klassischen Urlauberstädte. Hildesheim würde vom Status des UNESCO-Weltkulturerbes profitieren und von der größeren Nähe zu Hannover.

Marianne Krohn, Geschäftsführerin der Tourismus Stadtmarketing Celle, weiß um die Problematik. „In Celle fehlt ein Zuwachs an Hotelbetten. Speziell für Gruppen oder für Reiseveranstalter sind nicht genug Kapazitäten da. Die Leute gehen dann ins Umland“, stellt Krohn fest. Der Ausbau der Bettenzahl steht daher ganz oben auf der Liste, die Ansiedlung eines weiteren Hotels wie es schon seit Jahren für das Eckgrundstück an der Wehlstraße im Gespräch ist, wird von Krohn ausdrücklich unterstützt.

Der Nachholbedarf im Geschäftstourismus stellt die Residenzstadt vor Probleme. „Eine Vermarktung Celles als Kongress-Standort ist nicht ganz einfach, auch wenn kleinere Städte bei den Veranstaltern immer beliebter werden“, meint Krohn. Und auch hier spiele die Betten-Kapazitäten eine wichtige Rolle. „Tagungsteilnehmer wollen möglichst in Laufnähe zum Kongress-Ort untergebracht sein. Nicht alle wollen dabei in einem Fünf-Sterne-Haus uübernachten“, so Krohn.

Die Geschäftsführerin der TSC sieht die Übernachtungszahlen für Celle noch längst nicht als ausgereizt an. „Wir müssen Städte im Konzert der Städtereisen noch deutlicher platzieren. Die Profilschärfe der Stadt ist in der Vergangenheit nicht richtig herausgearbeitet worden“, findet Krohn. Dies will die TSC – Stichwort: Celle, die kleine, feine Schwester von Hannover – in Zukunft ändern.