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Celle Stadt Um 23 Uhr ist Schluss mit lustig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Um 23 Uhr ist Schluss mit lustig
14:34 23.08.2018
Außenbereich des M-One am Großen Plan in Celle. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Dass in Celle abends relativ früh „die Bürgersteige hochgeklappt“ werden, das behaupten böse Zungen schon seit langem. Doch das kann so gar nicht sein. Wenn das Celler Nachtleben nämlich so tot und öde wäre wie Spötter behaupten, hätte die Stadtverwaltung ja überhaupt keinen Grund, sich eine Sperrstunde auszudenken. Und genau das hat man jetzt im Rathaus getan: Um 23 Uhr soll künftig Schluss mit lustig sein – allerdings nur im Bereich der Außengastronomie. Im Inneren von Celles Kneipen darf auch danach noch gefeiert werden.

Hin- und hergerissen ist Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU), wenn er an die Kneipenszene der City denkt: „Zum einen trägt die Gastronomie zur Belebung und zum urbanen Charakter der Innenstadt bei, zum anderen kann es in den Nachtstunden zu Lärmbelästigungen für die Anwohner kommen.“ Gerade in den Sommermonaten häuften sich entsprechende Beschwerden.

Ziel müsse es sein, die unterschiedlichen Nutzungen zu „harmonisieren“ und dabei noch zu einer einheitlichen Regelung zu kommen, so Nigge: „Während langjährige Betreiber von Gaststätten auf Grundlage älterer Erlaubnisse noch an die früher geregelten Sperrzeiten um 23 Uhr gebunden sind, unterliegen die später hinzugekommenen Gastronomen vermeintlich keinerlei Beschränkung und erwarten, auch den Betrieb der Außengastronomie ungehindert in den Nachtstunden ausüben zu können.“ Das stimme aber nicht, da für diese Gastronomen im Streitfall gelte, dass wie bei alle anderen Bürgern, die draußen feierten, bereits ab 22 Uhr „Ruhe im Karton“ sein müsse. Deshalb möchte die Stadt die Sperrzeit für die Außengastronomie im Altstadtbereich auf 23 Uhr und im übrigen Stadtgebiet auf 22 Uhr festsetzen. Nigge: „Das hat früher auch funktioniert.“

„Es ist gut, dass die durch die verschiedenen Öffnungszeiten-Regelungen entstandenen Verwerfungen verschwinden“, findet Altstadt-Ortsbürgermeister Tim Übermuth (CDU). Er begrüßt, dass mit der Sperrzeitverordnung die Ungleichbehandlung der Gastronomiebetriebe aufgehoben werde, die zum Beispiel das relativ neue M-One auf dem Großen Plan „unangemessen hart bestrafe“: „Gleichzeitig wird dem Schutz der Anwohner Rechnung getragen, da ohnehin in der Innenstadt Betriebe mit alten Erlaubnissen bis 23 Uhr ihre Außenbewirtung betreiben dürfen. So gesehen ist dies ein erträglicher Kompromiss für alle Seiten.“ Bürger, die bewusst in die Altstadt ziehen wollten, müssten jedoch urbanes Leben „auch zulassen“, so Übermuth.

M-One-Betreiber Bilgin Akgül ist zufrieden mit der neuen Regelung: „Grundsätzlich ist es okay. Dadurch können wir den Außenbereich eine Stunde länger bewirten als es bisher möglich war. Anhand der alten Regelung müsste ja um 22 Uhr Schluss sein. Leider gibt es Anwohner in der Stadt, die null Toleranz haben, wenn sich Menschen in normaler Lautstärke auch nach 22 Uhr unterhalten.“

Von Michael Ende

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