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Celle Stadt Unabhängige: Mögliche IGS aufs AKH-Gelände
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Unabhängige: Mögliche IGS aufs AKH-Gelände
14:08 07.12.2011
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

In der Diskussion um die zukünftige Schulstruktur in der Stadt Celle hat sich die Ratsfraktion der Unabhängigen ebenso wie die FDP grundsätzlich für die Einführung von Oberschulen ausgesprochen. Außerdem sollen die Grundschulstandorte erhalten bleiben – ebenso „so weit wie möglich" die Celler Gymnasien. Die Unabhängigen schließen aber auch eine Integrierte Gesamtschule (IGS) nicht aus, sollte dieser Bedarf nachgewiesen werden.

Nachdem Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) das Kasernengelände an der Hohen Wende als Standort für eine mögliche IGS ins Spiel gebracht hat, kommen die Unabhängigen nun mit einem neuen Vorschlag. Sie favorisieren das Gelände des Allgemeinen Krankenhauses (AKH). Der Standort hat aus Sicht von Fraktionschef Udo Hörstmann den Vorteil, dass er zentrumsnah liegt. Das AKH sollte im Gegenzug an die Hohe Wende ziehen.

Trotz der bereits laufenden Modernisierung des AKH räumt Hörstmann dem Vorschlag der Unabhängigen realistische Chancen ein. Mit dem angekündigten Abzug der britischen Streitkräfte hätten sich für das Gelände an der Hohen Wende neue Perspektiven ergeben, sagte er. „Wir hoffen, dass die Verantwortlichen zur Einsicht gelangen, dass das AKH an der Hohen Wende neu aufgebaut werden kann". Das Areal biete genügend Raum für spätere Erweiterungen. „An dem jetzigen Standort lässt sich doch nur Patchwork machen", kritisierte Hörstmann. Außerdem ließen sich Konflikte mit den Hehlentor-Anwohnern vermeiden. Für die Klinik sei dies die Chance für einen Neuanfang. Dazu müssten Gespräche mit dem Sozialministerium geführt werden.

Der AKH-Aufsichtsrat hatte sich im Sommer gegen einen Neubau ausgesprochen. Angesichts der bereits geplanten und mit dem Land verabredeten Investitionen wäre ein solches Vorhaben nicht vertretbar, hatte Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Wiswe (CDU) gesagt. Als Argument gegen einen Neubau wurden auch immer wieder zu hohe Kosten angeführt. Hörstmann sieht das nicht so und verweist auf das neue Klinikum in Hildesheim, das für 102 Millionen Euro errichtet worden sei.