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Celle Stadt Unbekannte Fakten aus der Geschichte jetzt in Celler Chronik
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Unbekannte Fakten aus der Geschichte jetzt in Celler Chronik
14:16 17.06.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

Zehn Autoren fördern in ihren Beiträgen bislang weitgehend unbekannte Fakten aus der Geschichte unserer Region zutage, um sie nun in gedruckter Form zu präsentieren. Wie in den vergangenen Ausgaben sind die Beiträge chronologisch sortiert. Den Auftakt bildet der Text von Hermann Vogt, der das Kirchspiel Groß Hehlen in der Celler Frühgeschichte beleuchtet. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart reicht die Spannweite des Beitrags von Carsten Scholz und Anja Seelke, in dem sowohl alte wie neue Porträts von Sophie Dorothea und ihrem Liebhaber Philipp Christoph von Königsmarck vorgestellt werden. Isa Schikorsky thematisiert das Leben und Werk von Johann Anton Leisewitz, der sich mit seinem einzigen Werk „Julius von Tarent“ einen Platz in der Literaturgeschichte sicherte.

Vier Beiträge behandeln das 19. Jahrhundert. Eckart Rüsch beschreibt die Baugeschichte der klassizistischen Reithalle auf dem Gelände des Landgestüts Celle, Carsten Maehnert richtet seinen Fokus auf August Heinrich Oetling und die ersten Celler Fotografen, Elke Haas stellt den Schriftsteller und Literaturhistoriker Karl Goedeke vor und Karl-Heinz Buhr präsentiert unter dem Titel „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!“ Darstellungen im Bomann-Museum zur „Zeit des Biedermeier“ im Spiegel der Zeitgeschichte.

Hans-Jürgen Tast berichtet in seinem Beitrag über die gescheiterte Verfilmung von Hermann Löns‘ Roman „Der Wehrwolf“ durch den Regisseur Frank Wysbar in der Zeit des Dritten Reichs. Rainer Schulze thematisiert die Befreiung Bergen-Belsens in der deutschen, britischen und außereuropäischen Erinnerungskultur. Daran schließt sich ein Zeitzeugeninterview mit einer Überlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen an, das Helmut Krohne führte. Den Abschluss der wissenschaftlichen Beiträge bildet der Aufsatz von Andreas Flick, der dem in den 1960er bis in die 1970er Jahre vorkommenden Phänomen der „Konfirmation in Weiß“ im Allgemeinen und in der Stadt wie dem Landkreis Celle im Besonderen auf den Grund geht.

Die Celler Chronik 23 kann an der Kasse des Bomann-Museums und des Residenz-Museums sowie im Celler Buchhandel zum Preis von 17.80 Euro erworben werden. Museumsvereinsmitglieder bekommen den Band zugeschickt.