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Celle Stadt Unbürokratische Unterstützung für Wasserretter
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Unbürokratische Unterstützung für Wasserretter
17:12 11.08.2010
Celle Stadt

Als vor rund zwei Monaten ein dreizehnjähriger Junge an einem Wehr in Osterloh verunglückte waren die Wasserretter der Deutschen Leben-Rettung-Gesellschaft (DLRG) an vorderster Front an der Suche beteiligt. Wie die CZ erfuhr hatte der Einsatz die Retter aber finanziell selbst „ins Schwimmen“ gebracht. DLRG-Verantwortliche aus Celle wollen dazu keine Angaben machen. Selbst die Pressereferentin des Landesverbandes bleibt mit ihrer Aussage recht schwammig.

„Es ist schon so, dass beispielsweise die Feuerwehr DLRG-Hilfe anfordern kann“, so Anja Tschernich. „Die Finanzierung ist vor Ort geregelt.“

Im konkreten Fall kommt es auf die Art des Einsatzes an. „Handelt es sich um eine Gefahrenabwehr, dann ist entweder Stadt oder Landkreis in der Pflicht“, erklärt Christian Riebandt, Pressesprecher der Celler Polizei. Polizeitaucher würden selbstverständlich aus Polizeimitteln bezahlt, für weitere Einsatzkräfte stünde in der Regel die zuständige Gefahrenabwehrbehörde gerade.

Tatsächlich sind Gelder in Richtung der DLRG geflossen. „Am 15. Juli haben wir einen Betrag an die Retter überwiesen“, erklärt Stadtpressesprecherin Myriam Meißner. Über die Höhe der Summe schweigt sie aber. Dabei liegt genau dort der Knackpunkt, wie Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland weiß, der sich für die DLRG-Retter stark gemacht hatte. „Im konkreten Fall wurden technische Kosten über die Verpflichtungen hinaus übernommen“, so Pöhland. „Die Stadt ist damit eindeutig auf dem richtigen Weg, denn die Zusammenarbeit zwischen den Rettungsorganisationen ist enorm wichtig.“

Auch von anderer Seite bekam die DLRG eine Spende. Landtagsabgeordneter Thomas Adasch hatte die Abschlussveranstaltung seiner Sommertour im Celler Hafen gefeiert und dabei seine Gäste um Gelder gebeten. „Die DLRG leistet unabhängig von einzelnen einsätzen eine hervorragende Arbeit“, so Adasch. „Wir sind auf die Helfer angewiesen und sie gehen finanziell wirkllich auf der Kante. Da istz jeder Euro gut angelegt.“

Umso mehr freute er sich, dass gleich 507 Euro für die DLRG zusammengekommen sind. „Ich hoffe, dass wir die vielen Freiwilligen auf diese Weise zumindest etwas in ihrer wertvollen Arbeit helfen können“, betont Adasch.

Von Björn Schlüter