Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Ungewöhnliche Klänge in Celler Pauluskirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ungewöhnliche Klänge in Celler Pauluskirche
20:38 27.05.2018
Es sind eigenwillige Improvisationen, die Henning Pertiet der Orgel entlockt. Quelle: Birgit Stephani
Celle Stadt

Pertiet benutzt die Tasten und Pedale nicht nur, um Töne zu erzeugen, sondern auch für Effektketten oder perkussive Töne, die reiner Rhythmus sind. Nicht das Kompositorische steht im Vordergrund, sondern pure Energie oder einfach Töne, Klangflächen und auch experimentelle Klänge manchmal ohne Zusammenhang.

„Die Musik will wachrütteln, unterhalten, liebkosen und manchmal schütteln und rütteln“, beschreibt der Künstler sein Werk selbst. „Zwischen meditativ und ekstatisch ist alles drin und Sie dürfen sich gefangen nehmen, berühren und fesseln lassen“. Das war der zweite Teil seiner Vorführung, dem er sogleich noch eine Kostprobe seines Könnens auf dem kircheneigenen Klavier hinzufügte. Zumindest dieser Teil machte klar, er ist ein echter Meister seines Fachs.

Im ersten Teil begann Pertiet hingegen mit einer musikalischen Anlehnung an die französische Komponistin Éliane Radigue, die für analoge Synthesizer komponiert. In der Pauluskirche benutzte Pertiet einen Buchla Syntheszier, ein modularer Syntheszier aus den USA mit Kultstatus. „Wir werden zu dritt (die Orgel, der Synthesizer und der Künstler selbst) versuchen, eine klangliche Einheit zu bilden“. Der erste Teil bildet somit das genaue Gegenteil zum zweiten Programmabschnitt, in dem Pertiet einfach alles laufen lässt und mit der Orgel spielt wie es ihm gerade passt.

Die Darbietungen sind eigenwillig und teils gewöhnungsbedürftig. Wer auf ein normales Orgelkonzert gehofft hatte, wurde enttäuscht. Wer bereit war, sich auf etwas einzulassen, erlebte etwas, was er bislang vermutlich noch nie gehört hat.

Von Birgit Stephani

Sie sind alle schon erwachsen, zum größten Teil haben die Besucher der kleinen Halle der CD-Kaserne sogar die 40 bereits passiert. Und doch feiern sie etwas wie einen überdimensionierten Kindergeburtstag, ohne auch nur eine Spur kindisch zu wirken.

27.05.2018

„Man wird dadurch einfach selbstbewusster“, antwortet Gabi Siemer auf die Frage, was der Lip- und Lymphödemtag, der am Samstag zum dritten Mal im Kreistagssaal stattfand, bedeute. Sie leidet unter einer chronischen, genetisch bedingten Fettverteilungsstörung, die am häufigsten an den Beinen, aber auch an den Oberarmen auftritt.

27.05.2018

„Kriegsgefangene waren kein Thema, für das man sich interessierte. Viele Bücher über Kriege erwähnen sie nicht einmal“, sagt Jan Philipp Reemtsma am Freitagabend anlässlich des Festaktes zur Eröffnung der Ausstellung „Hinter Stacheldraht – Die Kriegsgefangenenlager in Celle 1914 – 1918“. Er beleuchtet als Vertreter der Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, die finanziell wesentlich unterstützt hat, aus wissenschaftlicher Sicht und trägt – wie die übrigen Redner – sehr zur Spannungssteigerung bei.

27.05.2018