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Celle Stadt Unterhaltsames Theaterstück
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Unterhaltsames Theaterstück
13:04 31.08.2018
Thomas Wenzel (Foto) und Tanja Kübler sind im Stück „Das Original“ im Celler Schlosstheater zu erleben. Quelle: Sebastian Richter / Schlosstheater Celle
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Das ist mal wieder ein sogenanntes „well-made play“ angelsächsischer Machart. Da kann man als Theater nicht viel falsch machen, denn derlei Stücke laufen fast immer gut. Sie sind handwerklich gut gemacht, meistens mit einer originellen Thematik, die unterhaltsam, aber oft auch eine gewisse Tiefe streifend, abgehandelt wird. Vor allem aber ist das immer Theater der Dialoge. Da geht es meist schnell hin und her. Die normalerweise ursprünglich englischsprachigen Texte sind fast immer in eine gut sprechbare Alltagssprache übersetzt, sodass einem unterhaltsamen Theaterabend wenig im Weg stehen sollte. So könnte man denken.

Jedoch besteht die Schwierigkeit darin, dass gerade die für derartige Stücke notwendige Leichtigkeit und Pointensicherheit im Spiel ein gutes Handwerk des Regisseurs verlangt, der auch ein Händchen für Derartiges haben muss. Das ist dann eben doch ein gewisses Risiko für jede Theaterleitung, denn derlei Regisseure sind nicht so häufig zu finden. Da liegt es nahe, dass man sich in Celle für einen Regisseur entschieden hat, der bereits einmal ein ähnlich geartetes Stück französischer Provenienz erfolgreich inszeniert hat. Die Rede ist von Sebastian Richter, der in der letzten Spielzeit die Erfolgsinszenierung „Das Abschiedsdinner“ herausgebracht hat. Nun also „Das Original“.

Eine in ärmlichen Verhältnissen in einer Vorstadt lebende Frau, Maude, glaubt auf einem Trödelmarkt ein Gemälde von Jackson Pollock gefunden zu haben. Und sie konnte sogar nachweisen, dass an diesem Fund tatsächlich Fingerabdrücke dieses berühmten Malers zu finden sind. Nun will sie Sicherheit erlangen, ob der Fund auch wirklich von Pollock ist, denn dann wäre ihr Gemälde ein Vermögen wert. Zu diesem Zweck beauftragt sie einen Sachverständigen, der sich frühzeitig festlegt, dass ihr bestes Stück nie von Pollock sein könne. Das Dumme ist nur, dass er trotz aller Fachkenntnis keine sachlichen Argumente findet.

Maude hingegen hat sich zunächst aus dem Bauch heraus zum Kauf dieses Bildes entschieden und sachliche Argumente gefunden, die nur bedingt zu widerlegen sind. Nun treffen der in der Kunstwelt hoch angesehene Sachverständige, der für die größten Auktionshäuser und Museen arbeitet, und die einfache Frau zusammen. Er reist per Flieger und Chauffeur in die ärmliche Siedlung, um sich vor Ort ein Bild von dem Bild zu machen. Nach seiner frühen Festlegung, dass es nicht von Pollock sein kann, merkt er irgendwann, dass er vielleicht doch falsch liegen könnte. Gesteht er, der große Gelehrte, das ein gegenüber Maude? Oder geht er voll auf Risiko und bleibt bei seiner ursprünglichen Argumentation, wissend darum, dass es ihn seine berufliche Existenz kosten kann, wenn er sich doch getäuscht haben sollte? Maud selbst ist gar nicht unbedingt auf das viele Geld scharf im Fall, dass es sich um ein Original handelt. Aber sie hat Spaß am Spiel. Sie hat erstmals so etwas wie gefühlte Macht.

Dass die Dialoge zwischen den beiden Figuren nur so funkeln, dafür will Richter sorgen. Mit Thomas Wenzel als Sachverständigem hat er einen der erfahrensten Celler Schauspieler zur Verfügung. Tanja Kübler wird Maude spielen. Mit etwas Glück könnte das passen für eine weitere Erfolgsinszenierung.

Von Reinald Hanke

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