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Celle Stadt Unternehmergeist der Billunger ist erwacht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Unternehmergeist der Billunger ist erwacht
18:38 17.11.2017
Quelle: Kirsten Glatzer
Celle Stadt

Ziel sollte es sein, die Schüler durch die Initiative für wirtschaftliche Themen zu sensibilisieren und durch den Kontakt zu regionalen Unternehmen in ihrer Berufsorientierung zu stärken. Außerdem passte die Aktion perfekt in den Lehrplan der zehnten Klassen, da im Unterricht gerade die Themen Unternehmensgründung, Rechtsform und Finanzierung behandelt wurden und die Schüler ihr Wissen somit gleich praktisch anwenden konnten.

Alle vier zehnten Klassen des HBG hatten mehrköpfige Gruppen gebildet, deren Aufgabe es war, eine unternehmerische Idee zu entwickeln, die entsprechende Rechtsform zu wählen und einen Plan für die Finanzierung sowie die ersten Schritte in den Bereichen Vertrieb und Marketing aufzustellen. All das innerhalb von wenigen Stunden – eine echte Herausforderung. Fachkundige Unterstützung bekamen die „Jungunternehmer“ dabei noch von Unternehmensvertretern aus der Region. Bernd Koop, Koordinator für Berufsorientierung am Hermann-Billung-Gymnasium betonte denn auch: „Wir sind den Unternehmen sehr dankbar für diese professionelle Unterstützung.“

Da die Zeit am Donnerstag nicht ausreichte, um alle Ideen präsentieren zu können, wurde mittels Losverfahren aus jeder Klasse eine Gruppe ermittelt, die ihre fiktive Firma den versammelten Schülern, Lehrkräften und Unternehmensvertretern vorstellte. Für die Klasse 10 k1 war das ein vierköpfiges Team, das mit „NioJo Holzfäller“ Möbel aus Palettenholz in einer Standard- und einer Luxusversion fertigen und vertreiben möchte.

Für die 10 b ging „Inner-/Outdoor Products“ ins Rennen, die in ihrer Travelkitchen, einer multifunktionalen Outdoorküche, großes Potenzial sehen. Die Klasse 10 mn, vertreten durch eine vierköpfige Mädchengruppe, verfolgt mit dem „smooth“ die Idee von „gesundem Essen auf Rädern“ und erntete dafür bereits bei der Präsentation viel Lob seitens der Unternehmervertreter.

Die Gruppe der 10 k2 stellte ihr Elektronikunternehmen „NRG“ vor, das ein Produkt produzieren und vertreiben möchte, mit dem Akkuladung von einem Gerät aufs andere transferiert werden kann.

Die Präsentation und Darstellung der Idee und des Konzeptes wurden von den Unternehmervertretern bewertet und das Ergebnis am folgenden Tag bekannt gegeben. Den ersten Platz belegte das Start-up „smooth – gesund auf vier Rädern“ der Unternehmensgründerinnen Jule Laukmichel, Lisa-Sofie Merz, Antonia Pattloch und Lea Wagner. Sie überzeugten mit ihrer Idee, gesunde, regionale Snacks, Smoothies und Säfte mittels eines Foodtrucks an die Kundschaft zu bringen.

Was sowohl die Lehrkräfte und Projektleiter, vor allem aber auch die anwesenden Unternehmensvertreter beeindruckte, waren das Engagement, die Ernsthaftigkeit und Kreativität, mit der alle Gruppen an die Bewältigung der wahrlich nicht einfachen Aufgabe herangegangen waren.

Von Kirsten Glatzer