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Celle Stadt Verbandstag der Celler Kleingärtner präsentiert Vielfalt auf engem Raum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verbandstag der Celler Kleingärtner präsentiert Vielfalt auf engem Raum
15:40 24.10.2017
Isolde Frank (links) und Helga Grobe wurdenbeim Verbandstag fürihr Engagement geehrt. Quelle: Bernd Grünert
Celle Stadt

Der stellvertretende Vorsitzende der Kleingärtner, Burkhard Balkenhol, moderierte den Verbandstag gewohnt schwungvoll. Zwischen den offiziellen Beiträgen sorgte die Big Band des Hölty-Gymnasiums für musikalische Unterhaltung.

Vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft blickte der Vorsitzende der Kleingärtner, Martin Ufferfilge, auf die fast 70-jährige Geschichte des Bezirksverbandes Celle zurück. Dieser wurde am 2. Februar 1947 gegründet, um die Bedürfnisse nach Kleingartenland zu befriedigen und bereits vorhandene Kleingärten zu erhalten und zu sichern. Heute umfasst der Bezirksverband sieben Kleingartenanlagen mit insgesamt rund 732 Parzellen.

Neben der Erzeugung von Gartenprodukten und der Erholung gibt es heute neue Erfordernisse, um das Kleingartenwesen beizubehalten und auszuweiten. Dazu nehmen Vorstände, Fachberater und Mitglieder regelmäßig an Fortbildungen des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde und des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde teil. Ufferfilge verwies auf die von den Vereinen geleistete Integrationsarbeit und betonte, dass „Ausländerfeindlichkeit kein Platz in unseren Anlagen“ habe. „Weiter ist nicht zu vergessen, welch hohen ökologischen Wert unsere Anlagen im städtischen Grün unserer Städte aufwiesen. Auch hier wieder Vielfalt im wahrsten Sinn des Wortes“, sagte er.

Den Festvortrag zum Thema Vielfalt im Garten hielt Willi Wächter, Verleger der Verbandszeitschrift Gartenfreund. Wächter zeigte sich beeindruckt von den Darbietungen der Celler Kleingärtner. Über Vielfalt, referierte er, werde in letzter Zeit viel gesprochen. „Diese ist, neben Nachhaltigkeit, ein großes Thema unserer Zeit.“ Ein Umdenken sei angebracht, etwa in der Massentierhaltung und in der Forstwirtschaft. Dass das Bienensterben auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückgehe, werde kaum noch bestritten. „Glücklicherweise“, so Willi Wächter, „finden wir in unseren Kleingärten keine Monokulturen. Im Gegenteil. Unsere Gärten leben von der Vielfalt der angebauten Gemüse, Obst, Kräuter, Beeren und natürlich auch Blumen und Ziersträuchern im Laufe der Jahreszeiten.

Im Anschluss ernannte Ufferfilge die Gartenfreundin Isolde Franke zum Ehrenmitglied. Franke habe sich in ihrem langjährigen Wirken für die Fachberatung im Bezirksverband verdient gemach, sagte er. Mit der Ehrennadel des Landesverbandes wurde Helga Grobe für ihre mehr als 44-jährige Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet.

Bezirksfachberaterin Sabine Czoske verlieh anschließend die Preise zum Gartenwettbewerb 2017. Sie hob hervor, dass alle Teilnehmer einen schönen Garten hätten. „Sonst wären Sie nicht von Ihren Vereinen benannt worden.“ Davon hatten sich auch die Preisrichter bei ihrem Rundgang überzeugt. Siegerin bei den Gärten wurde Sabine Butschbach vom Hollenkamp, gefolgt von Brigitte und Hans Wirtz aus den Hospitalwiesen. Der dritte Platz ging in den Hollenkamp zu Margit und Dieter Hase. Bei den Anlagen gewann Hospitalwiesen vor Hollenkamp und Kiebitzsee.

Von Bernd Grünert