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Celle Stadt Verbesserte Diagnosemöglichkeiten bei Brustkrebs am AKH Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verbesserte Diagnosemöglichkeiten bei Brustkrebs am AKH Celle
08:58 29.06.2017
Von Dagny Siebke
Ein volldigitales Mammographie-System erleichtert Diagnosen. Quelle: Robert Berrisch
Celle Stadt

Mit der Neubeschaffung eines hochmodernen volldigitalen Mammographie-Systems steht am Allgemeinen Krankenhaus erstmals in Celle die so genannte digitale Tomosynthese der Brust zur Verfügung. Bei der herkömmlichen Mammographie wird bislang ein zweidimensionales Projektionsbild erzeugt – durch die neuen technischen Möglichkeiten der Tomosynthese wird ein dreidimensionaler Datensatz von Schichtbildern der Brust dargestellt. Mehrere Studien konnten bereits belegen, dass hierdurch insbesondere bei dichtem Brustdrüsengewebe eine verbesserte Erkennung von Karzinomen möglich ist und weniger häufig fälschlicherweise ein Tumor verdächtigt wird.

An dem neuen Mammographiegerät werden aufgrund der verbesserten Bildeigenschaften neben diagnostischen Mammographien zukünftig auch alle mammographisch-gesteuerten Gewebeprobeentnahm durchgeführt. Darüber hinaus können zukünftig am AKH Celle MRT-gesteuerte Vakuum-Saug-Biopsien der Brustdrüse durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine minimal-invasive Gewebeprobenentnahme von nur mit der Magnetresonanztomographie erkennbaren tumorverdächtigen Herden der Brust. Diese Methode kann bislang nur vereinzelt in Krebszentren in Niedersachsen angeboten werden und ist eine bedeutende weitere Verbesserung in der Früherkennung und Diagnostik von Brustkrebs für die Patientinnen im Landkreis Celle und darüber hinaus.

Die Abteilung Radiologie ist Mitglied des von der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Brustzentrums des AKH Celle unter der Leitung des Chefarztes für Gynäkologie und Geburtshilfe, Michael Berghorn. Er freut sich über die weitere Verbesserung der Diagnostik für die Patientinnen: „Die verbesserten Diagnosemöglichkeiten für Brustkrebs setzen genau dort an, wo es für die Patienten besonders sinnvoll ist. Dieses Verfahren kann besonders in schwierigen Fällen eine wichtige Entscheidungshilfe für das weitere Vorgehen bringen, wenn die schon sehr ausgefeilte konventionelle Mammografietechnik an ihre Grenzen kommt.“