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Celle Stadt Verbindung Westercelle-Wietzenbruch erhitzt Gemüter
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verbindung Westercelle-Wietzenbruch erhitzt Gemüter
19:08 23.06.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

Eine entsprechende Ausschusssitzung, die nach Angaben des Oberbürgermeisters am 22. Juli 2007 stattgefunden haben sollte, habe es „nie gegeben“, so Falkenhagen: „Auch die von ihm bezeichnete Entscheidung der Fraktionen von CDU und FDP gegen eine derartige Trassenführung hat es nach meiner Kenntnis nie gegeben.“

Ganz im Gegensatz dazu habe die FDP am 28. Januar 2007 folgendes beantragt: „Für die von allen Fraktionen für notwendig erachtete Querverbindung zwischen den Gewerbegebieten Wietzenbruch und Westercelle werden Planungskosten in Höhe von 5000 Euro in den Haushalt eingestellt.“ Darauf habe die Verwaltung am 22. Februar geantwortet, dass diese Straße „im Wesentlichen wegen der erheblichen Eingriffe und Investitionen dieses Projekt aus Sicht der Verwaltung nicht weiterverfolgt werden sollte.“

Am 26. Februar 2007 habe die CDU-Fraktion im Antrag 26/2007 gefordert, dass die Priorität der Planungen neu durchdacht werde, weil mit einer „entsprechend leistungsfähigen Straßenverbindung insbesondere auch völlig neue und sehr attraktive Gewerbeflächen erschlossen werden können“, so Falkenhagen: „Am 5. Juli 2007 wird das Projekt aus dem damals vorbereiteten Katalog der Ziel-1-Projekte gestrichen. In der Sache selbst ist eine Entscheidung nicht ergangen.“ Im Gegenteil. Falkenhagen hat alte Sitzungsprotokolle durchgearbeitet: „Am 22. März 2007 hat der Rat auf Antrag meiner Fraktion 5000 Euro Planungskosten für das Vorhaben in den Haushalt eingestellt und dies beschlossen. Und das bei nur einer Gegenstimme und vier Enthaltungen. Sieht so eine Beerdigung aus, wie vom OB formuliert?“

Der Hinweis des Oberbürgermeisters, die FDP habe das Thema „acht Jahre später aus der Schublade gekramt“, werte er als „Abwertung der Arbeit politischer Parteien um des eigenen Vorteils wegen“, so Falkenhagen: „Die FDP hält das bezeichnete Ziel seit vielen Jahren für erstrebenswert, weil es die Bewohner der Fuhrberger Straße und der Fuhrberger Landstraße von dem erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommen befreien und die Gewerbegebiete besser erschließen würde. In dieser sehr sachlichen Bewertung waren sich in den Jahren 2006 und 2007 alle Fraktionen im Celler Rat einig.“

Dieses Ziel könne auch nicht durch die Einführung vom Tempo-30-Zonen auf den zum Flughafen Hannover-Langenhagen führenden Durchgangsstraße erreicht werden, so Falkenhagen: „Sie werden von vielen Menschen lediglich als Ärgernis betrachtet, und die Wirksamkeit wird von Sachverständigen in Frage gestellt.“