Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Verdi gegen Stellenabbau in Celler Verwaltung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verdi gegen Stellenabbau in Celler Verwaltung
18:58 24.11.2014
Von Michael Ende
Die Gewerkschaft Verdi will die Beschäftigten im  Celler Rathaus auch weiterhin in der Auseinandersetzung um den angedachten Stellenabbau unterstützen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Mit "Verwunderung" nimmt Verdi-Gewerkschaftssekretär Lars Stubbe die Diskussion des Celler Stadtrates um die Zukunft der Infrastruktur zur Kenntnis. Städte und Gemeinden erhielten kontinuierlich zusätzliche Aufgaben, so Stubbe. Neben technischen seien es auch soziale und kulturelle Aufgaben, die teils personalintensiv seien: "In diesen Bereichen sind die gesellschaftlichen Anforderungen insgesamt gestiegen, was mehr Personal erforderlich macht." In Celle scheine diese Diskussion jedoch "noch nicht angekommen" zu sein.

Nachdem der Rat einem Aufgabenzuwachs für die städtischen Dienste zugestimmt habe, sei die jüngste Weigerung der CDU-dominierten Ratsmehrheit, dem aktuell vorgelegten Stellenplan zuzustimmen, unverständlich, so Martin Peter, Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiter: "Soll fundierte, fachlich versierte Arbeit zu guten Bedingungen beendet werden oder soll die Arbeit noch weiter verdichtet werden? Fakt ist: Gestiegene Aufgaben erfordern mehr Personal. Wenn die CDU hier mauert, bedroht dies langfristig die Personalentwicklung in der Stadt. Dringend erforderliche Neueinstellungen können nicht vorgenommen werden."

Auch die Pläne von Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD), diesen "Blockaden" mit Ausgliederungen zu begegnen, stellten das Gespür für die notwendige Sicherheit der Arbeitsplätze infrage, findet Verdi-Bezirksgeschäftsführer Matthias Hoffmann. „Es hat den Anschein, als ob die politische Blockade in der Stadt auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden soll. Die eine Seite will mit der Verweigerung erforderlicher Neueinstellungen Härte und Haushaltsdisziplin zeigen, und die andere Seite will den politischen Streit in eine separate Gesellschaft auslagern", sagt Stubbe. Gefordert sei jedoch Planungssicherheit für Bürger und Beschäftigte gleichermaßen.