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Celle Stadt Vereint in der Hilfe für Schüler in Kenia
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vereint in der Hilfe für Schüler in Kenia
18:57 01.11.2010
Rund 300 Besucher informierten sich beim Afrika-Abend in der Aula des Hermann-Billung-Gymnasiums (HBG) über die Situation in Kenia. Der Erlös der Veranstaltung fließt in ein gemeinsames Hilfsprojekt des HBG und der Realschule Heese. Quelle: Gert Neumann
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Doch die materielle Ausstattung hinkt dem Anspruch weit hinterher. Das hatte Realschul-Lehrerin Antje Genzel bereits 2003 vor Ort mitbekommen – Anlass genug, ein Schulprojekt ins Leben zu rufen. Schnell entwickelte sich auch ein vertrauensvolles Miteinander zu Schulleiter Omar Pofu aus Ukunda, einer Kleinstadt südlich von Mombasa.

Als Genzel dessen Schule erstmals besuchte, saßen die Kinder noch auf nacktem Boden. Jeweils sechs Kinder der Klassen eins bis vier und drei Kinder der Klassen fünf bis acht mussten sich ein Lehrbuch teilen. Heute verfügt jeder Schüler dank Projekthilfe über ein eigenes Buch. Auch Schulbänke wurden angeschafft, von jeweils drei Schülern eng besetzt.

2007 schloss sich das Hermann-Billung-Gymnasium dem Projekt an, was letztlich der Ehe der Heese-Lehrerin mit HBG-Lehrer Martin Knipper geschuldet ist. Knipper: „Wer die Not in Kenia gesehen hat, der kann nicht anders, als helfen zu wollen.“

Unterricht an weiterbildenden Schulen gibt es in Kenia nicht zum Nulltarif. Schulgeld können sich die wenigsten Familien leisten. Das gemeinsame Afrika-Projekt der beiden Celler Schulen hat für 18 Kinder bereits die Kosten der Secondary-School übernommen. Mit dem Erlös des Afrika-Abends im HBG mit Basar und leckeren afrikanischen Speisen kann ein weiterer Schüler vier Jahre finanziert und können weitere Schulbücher angeschafft werden.

Von Gert Neumann