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Celle Stadt Verkaufsoffener Sonntag in Celle bleibt hinter Erwartungen zurück
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verkaufsoffener Sonntag in Celle bleibt hinter Erwartungen zurück
18:26 29.03.2015
Bei diesem Wetter hilft nur noch Abtauchen: Bernd, Elke, Carina und Clara Schirmacher kamen gestern trotzdem in die Celler Innenstadt. In Bergen wurde der verkaufsoffene Sonntag hingegen recht gut angenommen. Burkhard Eilmes (kleines Bild, links) zeigt Karin und Reinhard Hilmer in seinem Fahrradgeschäft ein neues Zweirad. Quelle: Benjamin Westhoff
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"Bei dem Wetter haben wir schon zwei Mal überlegt, ob wir kommen", sagt Tim Merz. Schließlich hat sich die Familie doch noch von Hambühren aus auf den Weg nach Celle gemacht. Mit Inga Rippin und den beiden Kindern Niklas und Mattis bummelt Merz gerade durch H&M. "Ich habe eigentlich nur eine Hose gesucht", sagt er. "Verkaufsoffene Sonntage nutzen wir regelmäßig."

So geht es vielen, die in der Woche nicht die Zeit haben für größere Einkäufe – normalerweise. Denn diesmal hat der Regen den Geschäftsleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Klar hinter den Erwartungen" liege die Zahl der Kunden, sagt Rainer Samleit, Inhaber von Marchelle in der Mauernstraße. Da kommen Gunhild und Jürgen Halfter in das Feinkost-Geschäft. Das Wetter schrecke sie nicht ab, sagen sie. Und die 170 Kilometer Anfahrt schon gar nicht. Wie schon des Öfteren nutzt das Paar aus Elmshorn die Gelegenheit, am Sonntag in Celle einzukaufen. "Hier ist es so schön gemütlich, das gefällt uns. Aber heute ist ja alles tot", sagt Jürgen Halfter. "Die Leute, die da waren, haben auch gekauft", lautet diplomatisch das Fazit des Schlosskreis-Vorsitzenden Hans-Werner Schmidtmann, der damit die Eindrücke von Händlern und Kunden bestätigt.

In Bergen waren die Händler hingegen recht zufrieden. Die drei Geschäfte Modehaus Hiestermann, Schuhhaus Friedrichs und Zweirad Eilmes hatten erstmals schon Ende März zu einem "kleinen" verkaufsoffenen Sonntag eingeladen, weil jetzt die Saison in Sachen Mode und Fahrrad beginnt.

Zwar war bei Regenwetter die Celler Straße fast menschenleer, in den Geschäften sah es aber anders aus. So interessierten sich bei Hiestermann etliche Kunden für die Mode des Hauses. "Für uns ist schlechtes Wetter gut", sagte Inhaber Hermann Hiestermann zufrieden, "wir scheinen den Bedarf richtig eingeschätzt zu haben". Ähnlich äußerte sich Burkhard Eilmes vom gleichnamigen Fahrradgeschäft. Wegen des Wetters sei zwar die Fahrradbörse geplatzt, mit der man Kunden die Möglichkeit geben wollte, Privaträder zu verkaufen, sagte der Geschäftsinhaber, der sich aber über eine "gute Kundenfrequenz" freute. Der nächste reguläre verkaufsoffene Sonntag in Bergen – dann mit mehr Geschäften – ist für den 3. Mai geplant.

Von Carsten Richter und Simon Ziegler