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Celle Stadt Verschärfter Wettbewerb für Möbelhaus Wallach
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verschärfter Wettbewerb für Möbelhaus Wallach
19:30 09.08.2010
Von Oliver Gatz
Wollen im verschärften Wettbewerb gut aufgestellt sein (von links): Wallach-Seniorchef Peter Preuhs, Geschäftsführerin Renate Sigwart und Juniorchef Thomas Preuhs. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

45 Prozent des Umsatzes macht das Celler Möbelhaus Wallach mit Kunden aus dem Großraum Hannover. Mit Sorge betrachtet daher die Geschäftsleitung die Entwicklung im Gewerbegebiet Altwarmbüchen. Dort wollen der Möbel-Riese Porta und der Investor Krieger zwei neue Märkte errichten.

In Celle stellt man sich auf die mögliche Konkurrenz ein. Wallach will seine 3000 Quadratmeter große Abteilung „Spar-Express“ mit Ware zu Discount-Preisen in den vorgesehenen Erweiterungsbau ausgliedern und Platz im Haupthaus für höherwertige Möbel schaffen. Das Familienunternehmen plant ein separates zweigeschossiges Gebäude für preisgünstige Möbel mit einer Verkaufsfläche von rund 8500 Quadratmetern. Um den Standort für auswärtige Besucher attraktiver zu machen, will Wallach dort auch ein Lebensmittelgeschäft, ein Schnellrestaurant oder einen Getränkemarkt ansiedeln.

Kein Problem hat die Wallach-Geschäftsführung mit der Beschränkung des innenstadtrelevanten Randsortiments. Man wolle nur nicht gegenüber dem Möbel-Discounter Roller im Norden Celles benachteiligt werden, hieß es. „Wir können auch mit einer Quadratmeter-Begrenzung bei Randsortimenten leben“, sagte Geschäftsführerin Renate Sigwart mit Blick auf den angekündigten neuen Bebauungsplan.

Die Hauptkonkurrenz liege im Raum Hannover, hieß es – insbesondere im Gewerbegebiet Altwarmbüchen. „Wir brauchen ein starkes Haus, um Auswärtige nach Celle zu ziehen“, betonte Wallach-Seniorchef Peter Preuhs. Sollten sich Porta und Krieger in Altwarmbüchen ansiedeln, müsse man das eigene Angebot an Möbeln vergrößern.

Nach Angaben von Klaus Abelmann, Pressesprecher der Region Hannover, plant Porta in Altwarmbüchen einen Neubau mit einer Verkaufsfläche von 36000 Quadratmetern. Dem Vernehmen nach könnte Porta sein Geschäft Mitte 2011 eröffnen. Als zweiter Möbelmarkt-Investor engagiert sich dort der Unternehmer Kurt Krieger. Er hat zwei Bauanträge für das leerstehende Unger-Gebäude gestellt. Krieger plant auf einer Verkaufsfläche von 40000 Quadratmetern den Bau eines weiteren Höffner-Möbelmarktes oder ein Einkaufszentrum. Alle Bauanträge würden derzeit geprüft, sagte Abelmann. „Beide Märkte sind genehmigungsfähig.“

Das Gewerbegebiet in Altwarmbüchen hat eine starke Magnetfunktion. Rund 50 Unternehmen sind dort vertreten, darunter Möbel Boss, Baby One, Schnuller, Real und Saturn. Zusätzliche Konkurrenz erwächst Wallach durch die beiden Ikea-Märkte in Großburgwedel und Laatzen und durch den sogenannten „Bau-Boulevard“ an der Bundesstraße 6 bei Garbsen. Dort haben sich diverse Märkte für Möbel, Einrichtungs- und Baubedarf niedergelassen. Insgesamt haben sie eine Verkaufsfläche von 70000 Quadratmetern.