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Celle Stadt Verschenkte Tiere kommen meist zu Ostern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verschenkte Tiere kommen meist zu Ostern
19:53 04.01.2017
Die Tierschützer Astrid Brauner (links) und Jennifer Brandt haben viele Kaninchen in den Räumen des Celler Tierschutz untergebracht, die häufig zu weihnachten verschenkt und später dort abgeben werden.  Quelle: Oliver Knoblich
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Stattdessen musste ein Hund Zuflucht im Tierheim finden, der an Silvester ausgerissen war. „Die Tiere bei uns und auch in anderen Haushalten stehen an Silvester unter Stress, da die Knallerei unnatürlich für sie ist. Wenn ein Knall einen Hund beim Spazierengehen erschreckt, dann rast der los. Den stoppt nichts mehr.“ So musste das Tierheimpersonal in der Vergangenheit an Silvester bis zu zehnmal losfahren, um ausgebüxte Tiere wieder einzufangen. „Dieses Jahr war es verhältnismäßig ruhig. Entweder waren die Leute vernünftiger als sonst, oder wir hatten einfach Glück.“

Die ersten Tiere, die als Weihnachtsgeschenk gedacht waren, und nun im Tierheim abgegeben werden sollen, erwartet Thönies zu Ostern. „Noch ist alles gut, weil die Leute Ferien haben und die Tiere noch niedlich sind. Doch zu Ostern ändert sich das meistens. Dann heißt es bei vielen Familien ,verdammt, wir haben Urlaub gebucht, wohin mit dem Tier?‘ Eine Tierpension kostet Geld, ist aber eine gute Variante. Die schlechte Variante wäre, das Tier einfach irgendwo draußen auszusetzen.“

Damit so etwas erst gar nicht passieren kann, gibt es etwa eine Woche vor Weihnachten einen Vermittlungsstopp im Tierheim. Erst seit Beginn dieser Woche, können Tiere wieder adoptiert werden. Außerdem versuchen die Tierheimbetreiber besonders Eltern vor Weihnachten zu erklären, welche Verantwortung sie sich mit einem Tier ins Haus holen, wenn sie die Tiere als Geschenk betrachten. „Wenn vor Weihnachten Leute zu uns kommen, die meinen, ‚mein Sohn soll ein Haustier bekommen, damit er lernt Verantwortung zu übernehmen‘, dann nehmen wir uns diese Eltern zur Brust. Denn das läuft nicht. Wir schließen keine Verträge mit Kindern ab. Am Ende sind das die Tiere der Eltern und sie müssen die Verantwortung übernehmen.“