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Celle Stadt Verschiebung der Machtverhältnisse im Celler Kreistag:
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Verschiebung der Machtverhältnisse im Celler Kreistag:
18:51 25.02.2014
Fiss Iris..jpg Quelle: CZ
Celle Stadt

Hintergrund ist eine umfangreiche Machtverschiebung im Kreistag, denn Iris Fiss hat sich der CDU/WG-Gruppe angeschlossen. Ursprünglich war die Vorwerker Ortsbürgermeisterin für die SPD in den Kreistag gewählt worden. Durch Querelen im Stadtrat sah sie dort aber nicht mehr ihre politische Heimat, trat vor gut einem Jahr aus der Partei aus, behielt aber ihre Mandate.

Mit ihrem Eintritt in die WG/CDU-Gruppe im Kreistag bekommt diese die absolute Mehrheit. Zuvor hatten CDU und WG diese Mehrheit nur durch die Stimme von Landrat Klaus Wiswe. Dadurch verschieben sich viele Positionen. So erhält die Mehrheitsgruppe eine Stimme mehr im wichtigen Kreisausschuss, der viele Dinge wie Personalangelegenheiten entscheidet. Die FDP wird dort künftig nur noch beratendes Mitglied sein.

CDU und WG bekommen zusätzlich den Vorsitz des Schulausschusses und zudem in fast jedem Ausschuss einen Sitz mehr dazu. Iris Fiss wird diese Plätze im Schul- und Sportausschuss besetzen. Außerdem wird sie stellvertretendes Mitglied im Kreisausschuss. Die Gruppe bekommt auch einen weiteren Sitz im Krankenhausvorstand des AKH.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Müller meinte, dass es auch mit der bisherigen Mehrheit ganz gut gegangen sei, „so wird es aber etwas bequemer.” Landrat Klaus Wiswe lobte, dass „der Wechsel relativ geräuschlos abläuft, auch weil CDU und WG nicht auf jedem Posten bestanden haben, der ihnen zustehen würde”.

Ganz geräuschlos wird der Wechsel allerdings nicht sein. Die SPD nominierte für die Wahl zum stellvertretenden Landrat erneut Renate van Bargen. „Die Stellvertreter des Landrates repräsentieren den Landkreis offiziell nach außen – dabei ist es von großer Bedeutung, dass der gesamte Kreistag abgebildet wird”, sagt der Fraktionsvorsitzende Maximilian Schmidt. Ihre Wahl wäre seiner Meinung nach auch ein Beitrag, wirklich die gesamte Bevölkerung zu vertreten, schließlich seien der Landrat und seine Stellvertreter bisher alles Männer. CDU-Chef Müller rechnet allerdings diesmal damit, dass „alles glatt durchläuft”.

Von Tore Harmening