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Celle Stadt Versorgungslücke soll rasch geschlossen werden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Versorgungslücke soll rasch geschlossen werden
15:05 20.08.2010
Celle Stadt

Noch lässt die Schließung einer medizinischen Versorgungslücke weiter auf sich warten. Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) und das Klinikum Wahrendorff hatten vor rund einem halben Jahr angekündigt, auf dem Gelände des AKH zwei Stationen für die stationäre Aufnahme von psychisch Kranken zu errichten. Auch wenn bislang wenig Zählbares seit der Absichtserklärung geschehen ist, sehen sich die Partner auf einem guten Weg.

„Noch sind wir in der Bearbeitungsphase“, erklärt Olaf Schauer, beim AKH unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seinen Auskünften zufolge sei die Standortfrage für die neu einzurichtenden Stationen noch offen. Schauer: „Vom Sozialministerium ist ebenfalls noch keine neuerliche Bestätigung von Fördermitteln vorhanden.“ Als das Thema erstmals auf die Tagesordnung kam wurde von seiten der Politik Förderbereitschaft signalisiert.

„Wir sind nach wie vor von der Wichtigkeit dieses Projektes überzeugt“, sagt Schauer. „Wir würden uns freuen, wenn wir schnell mit einer positiven Nachricht präsent sein könnten.“

Ähnlicher Auffassung ist auch Hans-Heinrich Benecke, Ärztlicher Leiter der vom Klinikum Wahrendorff betriebenen Tagesklinik für ambulante Patienten am Neumarkt. „Unsere Tagesklinik stößt bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen“, sagt er. Laut vorläufigem Zeitplan sollen die neuen Stationen erst in rund zwei Jahren fertig werden. „Daran halten wir auch fest. Aus unserer Sicht ist dieses Zeitfenster ausreichend.“ Ob es vielleicht noch Zwischenlösungen im Hinblick auf die Kapazitäten geben muss, kann er allerdings nicht ausschließen. Aktuelle werde laut Benecke der Grundstückskauf verhandelt. „Die Architekten sind ebenfalls bereits beauftragt und sobald die Fördergelder endgültig befürwortet sind, kann es losgehen.“

Gerade im Bereich der Burn-Out-Erkrankungen und Depressionen habe die Patientenzahl in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Benecke: „Der Vorteil einer stationären Behandlungsmöglichkeit liegt darin, dass für Patienten die Wege noch kürzer werden und das mögliche Hemmschwellen weiter sinken.“ Im Hinblick auf die Veränderungen hat sich das Tageskliniksteam bereits erweitert. So seien bereits jetzt eine zusätzliche Stelle für eine Arzthelferin, eine volle stelle für eine Ergo-Therapeutin sowie eine halbe Arztstelle eingerichtet worden.

Von Björn Schlüter