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Celle Stadt Alles auf Komfort ausgelegt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Alles auf Komfort ausgelegt
14:41 28.12.2018
Björn Deppe mit seinem Cutlass Coupé. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle

Nein, so richtig hatte er nicht damit gerechnet, dass sein Wagen doch so breit ist. In der Garage ist es ziemlich eng, wenn der Altenceller Björn Deppe sein Oldsmobile-Cutlass-Coupé parkt. Aber es geht dann doch irgendwie.

Alles wie bei der Auslieferung

2012 hat der Speditionskaufmann den 1972 gebauten Oldtimer nach einer Internet-Recherche von einem Händler in Lübeck gekauft, TÜV-geprüft und fahrbereit: „Der Wagen ist im unrestaurierten Originalzustand. Motor, Getriebe, Lack – alles original wie bei der Auslieferung.“ Und den Transfer von Lübeck nach Altencelle hat er gut überstanden: Einsteigen, anlassen, losfahren, sich wohlfühlen – Komfort genießen. Jetzt parkt das schneeweiße Oldsmobile-Cutlass-Coupé am Wendeplatz neben der schneeweißen Gertrudenkirche in Altencelle. Im Hintergrund ist die rot-weiße Absperrung zur Drückjagd zu erkennen: Gesperrt wegen Treibjagd.

Deppe will kein Museumsstück haben, sondern betont, dass durchaus Alterserscheinungen an dem Fahrzeug zu sehen sein dürfen. „Genau dieses Auto der Baujahre 68 bis 72 wollte ich haben.“ Wenn es dann in dem gesetzten preislichen Rahmen liegt. Und das tat der Amerikaner.

Gefühl wie auf einem Schiff

Mit 5,30 Metern Länge habe man schon ganz schön was zu bewegen, da sei auch der Wendekreis nicht allzu klein, findet Björn Deppe. Zwar unterstütze eine gute Servolenkung das Fahren, dennoch bleibt die Länge des Autos imposant. „Das ist alles auf Komfort ausgelegt“, sagt er und meint damit das gemütliche Fahren bis 100 Stundenkilometer. „Danach beginnt er etwas zu schwimmen und man fühlt sich wie auf einem Schiff.“

Das Dreispeichenlenkrad aus Nussbaumholz, das breite Armaturenbrett in Mahagoniholz-Optik, die vier Rundinstrumente am Armaturenbrett mit dem Tachometer in Meilenskala und der Höchstgeschwindigkeit von 120 Meilen pro Stunde (mph) sowie das cremefarbene Venyldach wirken natürlich edel. Ausstattungsmerkmal "CS": Cutlass-Supreme.

Sitzbänke sind festgeschraubt

Der Wählschalter für das Automatikgetriebe ist an der Lenksäule platziert, die Scheibenwischeranlage im Bereich des Armaturenbretts – daneben der Lichtschalter. Gleichzeitig weist Deppe auf die weißen Ledersitze mit den Armlehnen hin: Alles weich, alles komfortabel. Wenn auch nach heutigem Standard ergonomisch nicht perfekt. Eigentlich wie zwei Ledersofas von zuhause sind die beiden Sitzreihen im Auto festgeschraubt. „Nein, die lassen sich nicht verschieben“, sagt Deppe. „Damit muss man leben!“

Dafür hat jeder Mitfahrer einen Beckengurt. Zusätzlich können Sicherheitsgurte, die mit dem Dach verbunden sind, benutzt werden. So werden aus zwei separaten Gurten ganz patent Dreipunktgurte. Das ist das amerikanische Sicherheitssystem, Standard 1972.

Frühes Interesse an Oldtimern

Leidenschaft und Interesse an alten Autos hatte Björn Deppe schon immer. „Schon als Kind hab ich mich für Oldtimer interessiert“, sagt er. Darum sei es nicht verwunderlich, dass er sich 2003 einen 1975er Ford-Taunus zum Einstieg in die Oldtimer-Klasse genehmigte.

Einmal im Jahr fährt er zum Oldtimertreffen nach Bockhorn am Jadebusen und zwischendurch zu Treffen im Kreisgebiet. Dann wird Chrom präsentiert. Chrom an dem filigranen Kühlergrill und an den breiten, kräftigen Stoßfängern.

Umweltplakette wirkt wie Scherz

Die Jahreskilometerleistung beträgt rund 1000. Dann ist das tiefe Blubbern des V-8-Motors gut zu hören. Dann ist es wieder da, das Feeling für das Oldsmobile-Coupé Cutlass Surpreme, Baujahr 1972. Dann wird auch klar, dass die grüne Umweltplakette an der Windschutzscheibe ein Scherz ist. Sie zeigt eine 0 oder ein O. O wie Oldtimer. Dann spielt es auch keine so große Rolle, dass der Benzinverbrauch bei rund 22 Litern pro hundert Kilometern liegt. Das komfortable Fahren ist wichtig. Komfortables Fahren auf breiten Cooper Cobra Radial G/T-Reifen.

Von Lothar H. Bluhm

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