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Celle Stadt Vetrackte Situation am Celler Nordwall
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vetrackte Situation am Celler Nordwall
17:39 02.12.2016
Von Gunther Meinrenken
Wann wird der Nordwall für den gegenläufigen Verkehr ausgebaut? Beim Kauf der letzten Immobilien gibt es langwierige Verhandlungen mit den Eigentümern. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Eineinhalb Jahre verhandelte Inhaber Karsten Schröder mit den Verantwortlichen der Verwaltung über einen Neubau für seine Firma auf dem benachbarten Gebiet der MTV-Halle. Am Ende machte die Stadt deutlich, dass sie nicht das Geld dafür hat, um die zusätzlichen Kosten zu bezahlen. Die Gespräche waren auf den Stand von vor 18 Monaten zurückgefallen.

„Wir verwenden Steuergelder. Deshalb können wir nicht ohne Weiteres auf die finanziellen Vorstellungen der Eigentümer eingehen. Wir sind gehalten, uns an die Verkehrswertgutachten zu halten“, erklärt Stadtbaurat Ulrich Kinder die vertrackte Situation, in der die Stadt steckt. Kinder, so sagt er, habe sich dafür eingesetzt, dass die finanziellen Grenzen des Erlaubten nach oben verschoben wurden. Doch das scheint noch immer nicht zu reichen, um sich mit den Eigentümern zu einigen.

„Abgesehen davon gibt es noch andere Gründe. Die Lage am Rande der Altstadt ist für einige Besitzer entscheidend“, so Kinder. Sie wollen daher am liebsten am jetzigen Standort verbleiben.

Trotz der mühseligen Gespräche und der zähen Verhandlungen, die nun schon seit Jahren nicht den von der Stadt gewünschten Erfolg gebracht haben, bleibt Kinder zuversichtlich. Er bleibt ihm auch nichts anderes übrig. „Ich bin optimistisch, dass wir im nächsten Jahr die Planung durchbekommen und 2018 anfangen können zu bauen. Das war auch der Plan“, so der Stadtbaurat, dem klar ist, dass ein anderer Weg, an die Immobilien zu kommen, nicht infrage kommt: Die Rede ist von einer möglichen Enteignung. Das würde das Projekt auf Jahre vor Gericht verzögern. Kinder weiß das – und die Eigentümer wissen das auch.