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Celle Stadt Viel Lob für CeBus-Pläne in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Viel Lob für CeBus-Pläne in Celle
18:10 26.02.2015
Von Simon Ziegler
Sieht aus wie das Netz von S- und U-Bahnen in Großstädten: Mit dem neuen Liniennetz der CeBus sollen Fahrgäste einen schnellen Überblick erhalten. Quelle: Bernd Köhler
Celle Stadt

Nach den Infoveranstaltungen in dieser Woche hat der Fahrgastbeirat lobende Worte für die CeBus gefunden. Die neuen Fahrpläne seien ein „dickes Pfund“, sagte der Sprecher des Beirats, Bernd Skoda. „Ein Angebot von 4,25 Millionen Fahrplan-Kilometern pro Jahr und eine Leistungssteigerung von 39 Prozent im Stadtverkehr sowie 25 Prozent im Regionalverkehr hören sich gut an“, erklärte er weiter. Derart lobende Worte hat man von dieser Seite in der Vergangenheit nicht gehört.

Der Fahrgastbeirat vertritt die Interessen der Fahrgäste gegenüber der CeBus, nimmt sich Problemen an und versucht, diese gemeinsam mit dem Busunternehmen und dem Landkreis Celle zu lösen. Insbesondere nach den Einschränkungen im Jahr 2012 hatte der Beirat in verschiedenen Gremien auf Schwierigkeiten hingewiesen. „Was nun auf dem Tisch liegt, zeigt, dass sich unermüdliches Engagement von Fahrgastbeirat, Verbänden und anderen für einen zukunftsfähigen und nachhaltigen ÖPNV schlussendlich ausgezahlt hat“, sagte Skoda.

Begrüßt wird vor allem der Halbstundentakt in der Stadt Celle. Es gebe künftig wochentags zwischen 6 und 20 Uhr und auch an Wochenenden ein vernünftiges Angebot. Sinnvolle Ergänzungen zum CeBus-Fahrplan im Landkreis würden die verschiedenen Bürgerbusvereine anbieten.

Auch zur Kritik aus dem Celler Ostkreis, wonach es auf einzelnen Strecken zu Verschlechterungen kommt, nimmt der Beirat Stellung. So wurde beklagt, dass außer dem Schülerverkehr keine Busse mehr zwischen Eschede und Celle fahren. Wer beispielsweise von Eschede das Krankenhaus erreichen will, muss erst den Metronom nehmen, dann am Bahnhof in den Bus umsteigen und möglicherweise am Schlossplatz den Bus wechseln. Für diese Verbindung müsse es eine Lösung geben, fordert der Fahrgastbeirat. Der Landkreis Celle sei in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. „Ziel muss es sein, dass der ÖPNV ab 1. April aus den negativen Schlagzeilen verschwindet“, sagt Skoda. Die Bürger seien jetzt aufgerufen, das Angebot zu nutzen. Es müsse sichergestellt werden, dass „nicht in wenigen Jahren die Diskussion um leere Busse und einem dafür zu teuren ÖPNV“ aufkommt.

Die CeBus startet zum 1. April mit einem grundlegend neuen Fahrplan. Es gibt einen dichteren Takt, außerdem wird das Streckennetz deutlich übersichtlicher. Die CeBus hat auch angekündigt, knapp zwei Dutzend neue Fahrzeuge anzuschaffen. Alle Busse werden barrierefrei, über die Hälfte klimatisiert sein. Der Landkreis Celle bezuschusst das neue Angebot mit 2,5 Millionen Euro im Jahr.