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Celle Stadt Vielseitige Ausstellung in Celle: Kunst als Sprachrohr der Jugend
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vielseitige Ausstellung in Celle: Kunst als Sprachrohr der Jugend
22:16 15.04.2018
Josephine Geil ist mit einem Werk zur Musik von Smetanas „Die Moldau“ vertreten. Quelle: Marie Nehrenberg
Celle

Als Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge die Veranstaltung eröffnet, ist die Aufregung und Anspannung im Raum greifbar. Er spricht davon, dass die Ergebnisse des Landeswettbewerbs den engagierten Blick junger Menschen auf die aktuellen Themen der Welt zeigen. „Heute geht es nur um euch und eure Ideen. Kunst und Kreativität machen jeden von uns einzigartig. Deswegen ist es wichtig, dass ihr euch immer Gehör verschafft und euch einbringt“, appelliert er. Es sei von großer Bedeutung, dass die Dinge auch aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen gespiegelt werden. „Manche eurer Kunstwerke sind gesellschaftskritisch, andere stimmen nachdenklich, die nächsten machen beim Betrachten glücklich, manche begeistern einfach nur“, schwärmt der Bürgermeister. „Die Vielseitigkeit ist beachtlich.“

Ihre Kreativität stellen auch zwölf Schüler aus dem Landkreis Celle unter Beweis. Unter ihnen die zwölfjährige Kjara Reckmann, die mit ihrem Hundertwasser-Haus einen sensationellen dritten Platz erreicht. „Das war ein Schulprojekt. Wir sollten aus einem Stück Holz, einem Kleiderbügel und einem Nylonstrumpf ein Hundertwasser-Haus bauen“, erzählt sie. Danach habe sie ihre Skulptur mit Acrylfarbe bemalt. Insgesamt können die Besucher sechs Miniatur-Häuser bewundern, die Kjara und ihre Mitschüler allesamt eigenhändig kreiert und gestaltet haben. „Unsere Lehrerin hat Fotos davon eingesendet und dann wurden wir sechs ausgewählt“, beschreibt die stolze Preisträgerin den Weg in die Ausstellung.

Eine ganz andere, jedoch genauso beeindruckende Idee, hatte die zwölfjährige Josephine Geil. Ihr Kunstwerk lässt sich auf einer 30 mal 40 Zentimeter großen Leinwand bestaunen. „Wir haben im Unterricht zur Musik ,Die Moldau‘ gemalt. Wir sollten uns einfach auf die Komposition konzentrieren und malen, was wir in dem Augenblick gefühlt haben“, erklärt die Sechstklässlerin der Oberschule Westercelle. „Wir haben Ölkreide und Wasserfarben benutzt.“ Dabei herausgekommen ist ein farbenfrohes Gemälde. „Ich hab gar nicht damit gerechnet, dass ich ausgewählt werde, aber ich freue mich“, sagt sie.

Während die jungen Künstler ihren Erfolg und die Aufmerksamkeit der Erwachsenen sichtlich genießen, freuen sich auch Kuratorin Daphne Mattner und Julia Otto, stellvertretende Leiterin des Museums, über eine gelungene Vernissage. „Die fertigen Werke nun hier hängen zu sehen, das ist ein wunderbares Gefühl“, schwärmt Mattner. Besonders schön zu beobachten sei der Prozess. „Wenn die Bilder hier ankommen, sind es meist nur Blätter aus Papier, mit kleinen Eselsohren oder Knicken. Und nun hängen sie hier, in hübschen Rahmen. Das ist überwältigend zu sehen“, pflichtet ihr Otto bei.

Beeindruckt sind die beiden von der Vielseitigkeit. „Wir haben hier einen Raum voller Botschaften“, staunen sie. Botschaften, die mitunter farbenfroh und einzigartig umgesetzt sind. „Die Ausstellung bietet für Groß und Klein interessante Momente. Schulklassen können beispielsweise auch Termine außerhalb der Öffnungszeiten machen, das ist kein Problem“, versichert Otto.

Von Marie Nehrenberg

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