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Celle Stadt Vielversprechende Premierenkonzerte der „DrückeBerger“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vielversprechende Premierenkonzerte der „DrückeBerger“
16:37 28.03.2012
Die "Dr¸ckeBerger" mit (von links) Rasmus Borowski (Trompete), Hendrik Mysegades (Horn), Steffen Lahmann (Tuba), Claas Behrens (Posaune) und Sˆnke Behrens (Trompete) bei ihrem Konzert in der Bluml‰ger St.Georg-Kirche. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
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Die Trompeter Sönke Behrens und Rasmus Borowski sowie Hendrik Mysegades (Horn), Steffen Lahmann (Tuba) und Claas Behrens (Posaune) schlugen weite Bögen vom Barock zur Klassik, von der Romantik zur Moderne, von der Oper zur Filmmusik. Dabei präsentierten sie sich mit einer bereits beachtlich ausgeprägten Tonkultur und rhythmischem Feingefühl, mit wohldosierter Motorik, geschmeidigen Tönen und reizvollen Dissonanzen als einfühlsame Gestalter brillanter Klangfarben, denen die kunstvoll ausgeformten Melodien ebenso lagen wie das donnernde Blech-Gewitter festlicher Fanfaren. Mit spürbarer Musizierfreude nutzten die fünf jungen Musiker die Gelegenheit, sowohl ihre virtuose Instrumentenbeherrschung zu zeigen als auch im dynamischen Zusammenspiel mit fein abgestimmtem, vollem Ensembleklang zu glänzen.

Bei Händels „Wassermusik“ und Puccinis „Nessun Dorma“ etwa zelebrierten sie förmlich die schillernden Töne zwischen choralem Duktus und opernhaftem Pathos, bei Ohrwürmern wie „I Will Follow Him“ aus „Sister Act“ wiederum steckten sie sich gegenseitig mit ihrer unverhohlenen Musizierlust an. Und bei Evergreens wie der Ballade „One Moment In Time“ zeigten sie schließlich mit einem ausgeprägten Gefühl für koordinierten Schönklang, dass sie Melodien auch mit schwelgendem Klang auszumalen vermögen.

„Heute ist nicht alle Tage“, versprachen sie am Ende mit Pink Panther, „wir kommen wieder, keine Frage!“ Und der herzliche Beifall des Publikums war durchaus als entsprechende Einladung zu verstehen.

Von Rolf-Dieter Diehl