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Celle Stadt Vierter Abschnitt der Celler Ostumgehung ist abgenickt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vierter Abschnitt der Celler Ostumgehung ist abgenickt
21:31 15.05.2014
Von Michael Ende
Der tägliche Stau auf der Baker-Hughes Straße: Ohne den Bau des Mittelteils der B3-Ostumgehung wird sich die Verkehrssituation in Celle nicht signifikant entspannen. Quelle: Benjamin Westhoff
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Für gut befunden und abgenickt: Das Bundesverkehrsministerium steht hinter den Planungen für den vierten Abschnitt der B3-Ostumgehung. Diese Botschaft hatte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann (CDU), im Gepäck, als er sich jetzt mit dem Celler heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte und Celles Landrat Klaus Wiswe traf. Im Rahmen eines Gesprächs über Celles Verkehrsinfrastruktur teilte Ferlemann mit, dass der sogenannte "Gesehen-Vermerk" für den vierten Abschnitt der Ostumgehung erteilt worden sei.Dieser auch "Abschnitt Nord" genannte Teil soll auf 2,4 Kilometern Länge von der B191 Altenhagen in nordwestlicher Richtung zur B3 zwischen Celle und Groß Hehlen führen. Mit dem "Gesehen-Vermerk" dokumentiert das Ministerium als Bauherr sein Einverständnis mit dem Vorentwurf für das Bauprojekt und genehmigt weitere Schritte. Er schließt die verwaltungsinterne Planung ab. Erst dann geht das Projekt in das öffentlich-rechtliche Verfahren, die Planfeststellung.Otte zeigt sich sehr erfreut, dass die Voraussetzungen für das Einhalten des Planfeststellungsverfahrens erfüllt werden konnten: "Die wichtige Botschaft ist, dass wir in Berlin beim Thema Celler Ostumgehung am Ball bleiben. Wiswe fügt hinzu, dass die Autos erst einmal zum vierten Abschnitt hin gelangen müssten: „Das A und O bleibt der dritte Abschnitt, der die Ostumgehung über die Aller führt. Dies ist für mich eine unverzichtbare Maßnahme für die Infrastruktur des Landkreises.“Für den fünften Abschnitt, die "Westumfahrung Groß Hehlen", soll das Verfahren für den "Gesehen-Vermerk" nach Ferlemanns Angaben bis Mitte 2014 abgeschlossen sein. „Alle fünf Abschnitte, insbesondere der dritte Abschnitt über die Aller, müssen vom Land uneingeschränkt vorangetrieben werden“, fordern Otte und Wiswe gleichermaßen. Ostumgehungs-Planer Bernd-Wilhelm Winkelmann von der Landesbehörde für Straßenbau in Verden freut sich über das grüne Licht aus Berlin: "Wir bereiten die Planfeststellung vor - zum Jahresende soll es so weit sein."Unterdessen hat sich der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt mit Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) in Sachen des beklagten und vom Oberverwaltungsgericht im November 2012 vorläufig gestoppten Mittelteils kurzgeschlossen: "Zusammen mit Oberbürgermeister Mende mache ich seit Tagen Druck - heute haben wir auch mit Minister Lies gesprochen. Zusammen sind wir uns einig: Wir wollen endlich bauen - es darf absolut keine Hängepartie geben. Die Landesregierung drängt auf die Fertigstellung der Ostumgehung - ich bin unserem Minister sehr dankbar, dass er das Thema zur Chefsache macht.“Landrat Klaus Wiswe sagte bei der CZ-Podiumsdiskussion, er hoffe auf eine Entscheidung des Gerichts bis Ende des Jahres. Von dort eingeforderte ergänzende Unterlagen seien von der Landesbehörde seines Wissens nach inzwischen abgegeben worden.