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Celle Stadt Volksbank Südheide steigert Ergebnis
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Volksbank Südheide steigert Ergebnis
17:38 20.02.2014
Die Vorstandsmitglieder der Volksbank Südheide, Frank Bonin (links) und Horst Albert Lieb, präsentierten die Geschäftszahlen für 2013. Quelle: Tore Harmening
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Die Volksbank Südheide ist mit dem Jahr 2013 zufrieden. Die Vorstände Horst Albert Lieb und Frank Bonin präsentierten bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag wieder steigende Zahlen bei den Kundenkrediten, Einlagen und bei der Bilanzsumme sowie dem Jahresüberschuss (siehe Ksten rechts). „Wir wachsen weiter schneller als der Markt und haben seit sechs Jahren kontinuierliches Wachstum”, sagte Bonin.

Die Bank stellt nach seinen Worten weiter die Auswirkungen der Finanzkrise und der anhaltenden Niedrigzinsphase im Verhalten der Kunden fest. So geht der Trend derzeit klar zum Betongold und Geld auf dem Tagesgeldkonto.

„Die Kunden fragen Immobilien stärker nach. Dieser Geschäftsbereich arbeitet derzeit sehr erfolgreich”, sagte Bonin. Die meisten Immobilienkäufer würden dabei auf zehn Jahre finanzieren, weil das den günstigsten Zinssatz ergibt. „Wir raten in diesem Fall dazu, das eingesparte Geld in die Tilgung zu stecken, denn keiner kann derzeit seriös sagen, wie sich die Zinsen im Laufe der Jahre entwickeln”, sagt Bonin.

Im Gewerbebereich, der bei den Neukrediten immer weiter aufholt, gibt es durch den Niedrigzins viele Projekte, die sich derzeit sogar rechnen würden. Doch der Ausblick ist bei steigenden Zinsen eher schwierig, „deswegen lehnen wird auch schon mal Anfragen, die sich zunächst rechnen, ab. Es bringt uns und dem Kunden nichts, wenn bei steigenden Zinsen plötzlich Kreditausfälle drohen”, so Lieb. Bei jeder zehnten Anfrage, so seine grobe Schätzung, ist das der Fall.

Sicherheitsdenken herrscht bei vielen Kunden auch in der Anlagestrategie. „Viele horten ihre Mittel auf dem Tagesgeldkonto. Wir beraten die Kunden dahin, aus dieser Falle herauszukommen und die Mittel breiter zu streuen, um höhere Renditen zu erzielen”, sagt Bonin. Da durch die Beratung einige Mittel der Kunden an andere Anbieter wie Union Investment vermittelt wurden, ist die Bilanzsumme laut Bonin nur um ein Prozent gestiegen. „Letztlich ist das aber nicht unsere Messzahl. Wichtiger ist das Kundenwertvolumen”, so der Volksbank-Vorstand. Diese Zahl, in der alle betreuten Finanzierungen und Geldanlagen auch außerhalb der Bilanz zusammengefasst wurden, stieg von 1,58 Milliarden auf rund 1,65 Milliarden Euro.

Die Mitglieder der Volksbank können sich auch in diesem Jahr wieder über eine gute Rendite ihrer Einlage freuen. Der Vorstand empfiehlt sechs Prozent Dividende.

Tore Harmening

Von Tore Harmening