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Celle Stadt Vollgas für Celler Ostumgehung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vollgas für Celler Ostumgehung
10:23 13.07.2018
Von Michael Ende
Sie wollen hier im nächsten Jahr den Startschuss für den Weiterbau der Ostumgehung geben: (von links) Thomas Adasch, Jörg Nigge und Bernd Althusmann. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Dass er hier am liebsten sofort mit dem Spaten loslegen würde, war Althusmann förmlich anzusehen, als er von der Rampe, die künftig zu einer Brücke über die B214 führen soll, den Blick Richtung Altencelle schweifen ließ. Dort hinten, da fließt die Aller. Wenn sie erst einmal überquert ist, ist für die Straßenbauer das größte Hindernis auf dem Weg zu einer kompletten Ortsumgehung überwunden.

"Zügig realisieren": „Die Landesregierung setzt sich für eine schnelle Vollendung der Ortsumgehung ein. Den Verkehr zu entlasten und Staus und Stop-and-Go-Verkehr zu reduzieren, ist für Anwohner und Wirtschaft in Celle und in der gesamten Region von großer Bedeutung“, so Althusmann, der darauf hinwies, dass schon einiges geschafft sei: Zwei Umgehungs-Abschnitte seien bereits fertig gestellt, drei stünden noch aus. „Die Planungen zum Mittelteil werden insbesondere von Naturschutzverbänden kritisch gesehen. Die Bedenken nehmen wir ernst und setzen uns damit auseinander. Trotz vielfältiger Interessen müssen wir aber das Ziel im Blick haben und solch große und wichtige Infrastrukturprojekte zügig und umfassend realisieren können: Schließlich wollen wir diese Ortsumgehung bauen, um die Menschen vor Ort zu entlasten – von Lärm, Staus und Schadstoffen.“

Jahr der Entscheidung: Für den 2016 von Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) wegen Mängeln beim Fledermausschutz auf Eis gelegten Mittelteil der Ortsumgehung sei nun noch ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren durchzuführen, so der Minister: „Kurzfristig nach Erlass des Ergänzungsbeschlusses kann mit dem Straßenbau begonnen werden. Auch für die weiteren noch zu bauenden Streckenabschnitte gehen die Planungen nun konsequent weiter. 2019 wird für Celle und die Region ein entscheidendes Jahr.“

Warten auf Baurecht: Sönke Zulauf, Fachbereichsleiter Planung der Straßenbaubehörde, hofft auf zügige Fortschritte. Wenn Ende des Jahres Baurecht vorliege, könnten im nächsten Jahr schon erste Bauarbeiten am etwa 5,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der B214 in Altencelle und der B191 im Norden der Stadt beginnen. Die Planer gehen von einer Gesamtbauzeit von fünf Jahren aus.

Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch drückt die Daumen für den Bau des Mittelteils, dessen Kosten 2016 auf mindestens 60 Millionen Euro beziffert wurden: „Ich bin sehr optimistisch, dass die Landesregierung alles daransetzen, damit schon im nächsten Jahr erste Bauarbeiten beginnen. Die notwendigen finanziellen Mittel stehen zur Verfügung.“

"Es geht um Menschen": Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge zeigte sich optimistisch: „Ich freue mich, dass sich mit unserem Wirtschafts- und Verkehrsminister die Landesregierung endlich so deutlich zu unserer Ostumgehung positioniert.“ Eine verkehrliche Entlastung der Celler sei dringend notwendig, so Nigge: „Die Verantwortung für das gesamte Verfahren liegt allein beim Land, so dass die Aussage mir große Hoffnung macht, dass es nun endlich weitergeht. Naturschutz in allen Ehren, aber letztlich geht es um Menschen, die seit vielen Jahren und mittlerweile sogar Jahrzehnten unter dem stetig wachsenden Durchgangsverkehr und den damit verbundenen Immissionen und Emissionen leiden.“

Straßen im Landkreis Celle, auf denen es schon richtig rund geht, hat Althusmann gestern auch noch besucht: Das Contidrom und die Wabco-Teststrecke bei Jeversen. Auch dort gibt es Ausbau-Pläne, die auf einem guten Weg sind.

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