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Celle Stadt Vom Celler Schlosstheater zum ZDF-Fernsehen: Johanna von Gutzeit übernimmt Hauptrolle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vom Celler Schlosstheater zum ZDF-Fernsehen: Johanna von Gutzeit übernimmt Hauptrolle
16:14 27.06.2018
Quelle: obs/ZDF/Andreas Fischer
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Wie sind Sie an die Hauptrolle für „Berggefährten“ gekommen?

Einerseits hat mich die Projekt-Casterin selbst vorgeschlagen – in diesem Fall Stephany Pohlmann. Andererseits gibt es für alle Absolventen der staatlichen Schauspielschulen ein Sammelcasting beim ZDF, quasi fürs „ZDF-Besetzungs-Archiv“. Meines war vor vier Jahren, scheinbar ist mein Gesicht hängengeblieben. Für die Rolle habe ich dann drei Castingrunden durchlaufen – sogenannte „Konstellations-Castings“. Da wir drei Hauptfiguren sind, wollte man herausfinden, welches Schauspieler-Trio perfekt zusammenpasst.

Sind Sie denn selbst begeistert von den Bergen?

Ich bin in Österreich aufgewachsen, habe Laufen und Skifahren quasi gleichzeitig gelernt. Meine Großeltern wohnen in der Schweiz, da habe ich als Kind alle Sommer- und Winterferien verbracht und natürlich auch viele Bergtouren gemacht. Als Schauspielerin verzichtet man dann ja schon auf das ein oder andere, was dem Bühnenauftritt gefährlich werden könnte. Deswegen freue ich mich, dass ich jetzt wieder in den Bergen aktiv sein kann.

Waren besondere Vorbereitungen für Ihre Rolle nötig?

Also, auf einem Hochseil 30 Meter über einem Wasserfall stand ich noch nie (lacht). Solche Szenen werden natürlich mit einem Trainer vorgeprobt. Genauso wie andere gefährliche Sportarten im Wildwasser oder am Steilhang. Aber schauspielerisch gesehen ist beim Film viel mehr eigenständige Vorbereitung nötig als beim Theater. Fast alles, was man dort in wochenlangen Proben mit dem Regisseur und den Kollegen ausprobiert, muss man sich hier im Vorfeld selbst erarbeiten.

Als Theaterschauspielerin ist man ja den unmittelbaren Kontakt zum Publikum gewöhnt – fehlt Ihnen beim Film jetzt nicht etwas?

Der Gedanke, dass die Reaktion des Publikums erst dann kommt, wenn man nichts mehr tun kann, ist schon komisch. Aber ich bekomme ja trotzdem unmittelbares Feedback. Mein „Applaus“ ist, wenn der Regisseur sagt „Danke, Umbau“ – das bedeutet, dass der Take gesessen hat.

Wie läuft denn ein Tag am Set von „Berggefährten“ ab?

Bei einem Tagdreh werde ich normalerweise gegen sieben abgeholt und ans Set gebracht, erst in die Maske, dann zum Kostüm. Die Szenen selbst werden einzeln geprobt und in verschiedensten Einstellungen gedreht. Vor jeder Einstellung wird alles neu justiert – Kamera, Maske, Kostüm, Schauspiel. Das dauert durchaus zwei Stunden pro Szene – wir schaffen also im Schnitt fünf am Tag. Zwischendurch wird umgezogen, umgeschminkt und weitergeprobt. Gegen 19 Uhr bin ich meistens wieder zurück im Hotel, und muss mich auf den nächsten Drehtag vorbereiten.

Könnten Sie sich vorstellen, in Zukunft nur noch Filme zu drehen?

Beim Theater entscheidet das Publikum sehr viel darüber mit, wie ein Abend verläuft – das würde mir fehlen. Aber grundsätzlich ist es für mich keine Frage des Mediums, sondern der Qualität. Lieber eine kleine Rolle in einem guten Projekt als eine große in einem schlechten – das gilt für den Film wie für das Theater.

In der kommenden Spielzeit wird die Cellerin auch noch in dem Solo-Stück „Das kunstseidene Mädchen“ am Celler Schlosstheater zu erleben sein.

Von Christina Matthies

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