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Celle Stadt Von Händel bis zu „Mannheimer Manieren“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Von Händel bis zu „Mannheimer Manieren“
13:47 03.12.2018
Das Celler Kammerorchester gab ein Benefizkonzert in der Exerzierhalle – hier als Solist Ludwig Bertram an der Trompete. Quelle: Doris Hennies
Celle

Das Celler Kammerorchester freute sich am Sonntag über ein volles Haus und viele Spenden für die Initiative „Celler Bürger in Not“. Auf dem Programm standen Werke von Händel, Telemann und Carl Stamitz. In der Pause gab es – dank der Gymnasien Ernestinum und Immanuel Kant (Lachendorf) sowie Kellu – Getränke und einen Basar mit Gebäck, Marmeladen und Weihnachtsbasteleien. Der Erlös geht, wie die eingenommenen Spenden bei freiem Eintritt, an Diakonie und Caritas.

Der glamouröse, zugleich grazile „Einzug der Königin von Saba“, Vorspiel zum 3. Akt des Händel-Oratoriums „Solomon“, machte den Anfang. Der gelang dem Celler Kammerorchester sehr klar, dennoch verspielt aber ohne Überfrachtung. Herausragend in Gefühl und Präzision: die beiden Musiker an der Oboe – Katharina Kokemoor und Christian Schleier. Es folgte – ebenfalls von Georg Friedrich Händel – die Suite D-Dur für Trompete und Orchester. Als Solist stand der 19-jährige Ludwig Bertram – Dritter beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert 2016 – auf dem Podium. Die Trompete als Vorreiter, Fanfarenklänge, das Orchester gleichsam in Response – eine illustre musikalische Unterhaltung, Vorgabe und Erwiderung. Nach ein paar kantigen Momenten (vielleicht war das Instrument zu kalt) hatten sich Solist und Orchester gefunden und wuchsen harmonischer zusammen.

Nach der Pause erwartete das Publikum die Ouvertüre à 7, TWV 55:C6, von Georg Philipp Telemann. Schon nach den ersten Takten entfaltet sich klangbildlich die Opulenz barocker Hofmusik. Zwischen kraftvoll und getragen führten die Sätze durch einen festlich-höfischen Abend voller Tänze – Bourrée, Rondeau, Menuett und Gigue –, aber auch mit den musikalisch interpretierten Possen eines Harlekins und den schläfrig machenden Momenten eintöniger Langweile (Sommeil). Im Gegensatz dazu – deutlich klassisch – die Sinfonie in G-Dur op. 13/16 für Flöten, Hörner und Streicher von Carl Stamitz. Ein würdiges Ende, wenn auch die Streicher etwas selbstbewusster hätten auftreten dürfen.

Von Doris Hennies

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