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Celle Stadt Von früh bis "Späti": Kiosk bringt Großstadtgefühl auf Celler Allerinsel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Von früh bis "Späti": Kiosk bringt Großstadtgefühl auf Celler Allerinsel
11:39 08.05.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Zählen vom ersten Tag an zu den Stammkunden: (von links) Marie Retzlik, Justin Hasty und May Wolff. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Was macht das Berliner Kiez-Feeling aus? Bei der Frage muss der Celler Wladi Büschel nicht lange überlegen: „Da sitzen ein Hipster, ein Bankmann und so ein Normalo zusammen in einem Kiosk und trinken alle das gleiche Bier.“ Dabei schnacken sie miteinander und philosophieren über das Leben, anstatt über alltägliche Dinge wie den Job zu reden. Genau dieses Gefühl möchte Büschel mit seinem neuen Kiosk „Späti+“ an der Hafenstraße heraufbeschwören.

In dem kleinen Gebäude direkt neben dem „Bell Mundo“, in dem sich in den vergangenen Jahren mehrere Geschäftsinhaber erfolglos zu halten versuchten, probiert nun Wladi Büschel sein Glück. Der schwierige Standort, der seinen Vorgängern mit zum Verhängnis wurde, ist für den 26-Jährigen kein Problem. Im Gegenteil. Durch den nahegelegenen Parkplatz auf dem Schützenplatz kommt viel Laufkundschaft an dem Kiosk vorbei und deckt sich mit Essen oder Getränken ein. Für Büschel und seine Frau ist das ein Zeichen, dass ihr Konzept aufgeht. „Der Späti wird sich etablieren. Die Allerinsel ist eine schöne Ecke, die einfach nur vergessen wurde“, ist sich Lydia Büschel sicher.

Das Ehepaar „entdeckte“ im August vergangenen Jahres bei einem Spaziergang den Celler Hafen. „Fast alle Menschen wollen mal raus aus dem Alltag. Und in dieser Gegend kann man richtig gut entspannen“, so Wladi Büschel. Die Sache hatte nur einen Haken: Man könne auf der Insel nicht den ganzen Tag verbringen. Sobald man Durst oder Hunger bekommt, müsse man wieder zurück in die Stadt, um sich einen kleinen Snack zu holen. „Meine Frau sagte aus Spaß zu mir, dass hierher ein Späti müsste. Der ist perfekt für diese Gegend, weil er für jeden da ist“, erinnert sich der Celler.

Aus dem Wunsch heraus, die Insel zu beleben und etwas von dem Kiez-Gefühl nach Celle zu bringen, begann Büschel, der anfänglichen „Schnapsidee“ Leben einzuhauchen. Der gelernte Medienkaufmann setzte alles auf eine Karte, kündigte seinen Job, arbeitete ein Konzept aus und mietete schließlich das kleine Gebäude.

Doch warum „Späti+“? Die beiden haben sehr lange bei der Namensfindung gebraucht und schließlich das Naheliegendste genommen. „Unser Laden heißt eigentlich ‚Späti+ Bar, dit and more‘“, sagt Wladi Büschel. Er ist morgens ein Kiosk und abends „bis späti“ eine Bar, in der man auch noch einen Spätkauf machen kann. Neben Snacks, belegten Brötchen und Getränken kann man auch eine VW-Currywurst oder polnische Pirogen – die Spezialität des Hauses – kaufen und auch gleich vor Ort genießen. Für die Vielfalt und das so unterschiedliche Angebot steht das Plus.

Bei den Kunden scheint es gut anzukommen. Bereits nach einer Woche begrüßte Wladi Büschel seinen tausendsten Gast. Die Cellerin May Wolff zählt bereits zu den Stammkunden. „Nachdem das Rio´s geschlossen wurde, haben wir alle nach Alternativen gesucht. Dass es jetzt einen Späti gibt, hat sich schnell rumgesprochen“, erzählt Wolff. Den Cocktail-Bars in der Stadt konnte die 19-Jährige nie besonders viel abgewinnen. „Da kostet ein Getränk schnell mal an die 10 Euro. Das kann man sich als Schüler kaum leisten.“ Nun ist sie fast jeden Tag mit ihren Freunden im Späti, der „alternativen Alternative sozusagen“. „Hier sehen wir uns dann alle wieder. Und es ist nicht spießig, sondern jeder kann so sein, wie er will“, ergänzt der 24-jährige Justin Hasty.

Zum gemeinsamen Hausfest von der Lebenshilfe und Lobetalarbeit war am Sonntag gefühlt halb Altencelle auf den Beinen. Viele Kinder ließen sich die Seilbahn auf der riesigen Hüpfburg nicht entgehen und drehten auf dem Pony eine Runde. Die Line-Dance-Gruppe der Lebenshilfe zeigte stolz ihr Können und die Samba-Profis von "Beija Flor" lieferten die passende Musik zum sonnigen Wetter.

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