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Celle Stadt Vorträge, Konzerte und Ausstellungen im Programm der Synagoge
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vorträge, Konzerte und Ausstellungen im Programm der Synagoge
12:29 21.01.2014
Celle Stadt

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Jüdische Gemeinde Celle und die Stadt Celle laden inzwischen regelmäßig zu Veranstaltungen in diese vor 40 Jahren wieder eröffnete Synagoge ein.

Im nächsten halben Jahr liegt der Schwerpunkt bei Wortbeiträgen. Im März gibt es derer gleich zwei direkt hintereinander. Am Mittwoch den 19. März beginnt der Vortragsreigen mit Professorin Ursula Rudnick aus Hannover, die über das biblische Buch Esther spricht, in dem es um die persische Königin Esther geht. Nach diesem Buch ist es der Jüdin gelungen, die ihrem Volk nachstellenden Judenfeinde zu besiegen. Dieses Geschehnis ist der Anlass für das jüdische Purimfest. Am Tag drauf, 20. März, spricht Yuval Lapide über den jüdisch-christlichen Brückenbauer Schalom Ben-Chorim. Am 10. Mai folgt ein weiterer Vortrag von Professor Joachim Perels aus Hannover, der sich zur Bücherverbrennung des Jahres 1933 äußern wird. Außerdem wird Joachim Frassl am 8. Juli einen Vortrag zur Architektur des Jüdischen Tempels und der Jacbson-Schule in Seesen halten. Am 3. Mai wird es noch einen weiteren sprachgeprägten Abend geben, der als Literarisches Quintett bezeichnet wird und in dem es um die jüdische Dichterin Mascha Kaleko gehen wird. Musikalisch wird die Lesung mit Gitarrenklängen und Gesang bereichert.

Als erste Veranstaltung diesen Jahres werden am 15. Februar sephardische und hebräische Lieder erklingen mit dem Duo Esther Lorenz und Thomas Schmidt. Am 22. März gibt es dann Klezmer mit dem Vasage Klezmer Trio. Da dürfte ein Konzert zu erwarten sein voll mitreißender Rhythmik und erfindungsreicher Melodien. Vielleicht wird auch spontan improvisiert werden an diesem Abend mit Fiddel, Akkordeon, Klarinette und natürlich mit Gesang.

Zwei Ausstellungen sollen außerdem noch interessiertes Publikum in die Synagoge Im Kreise 24 ziehen. Vom 11. April bis 25. Mai wird es Bilddokumentation zu einer jüdischen Berufsfachschule in Hessen geben, die in der direkten Nachkriegszeit junge Holocaust-Überlebende auf ein Leben in Israel vorbereitet hat. Ab 6. Juni bis 17. August wird eine Ausstellung unter dem Titel „Haymatlos“ über Exil in der Türkei in den Jahren von 1933 bis 1945 informieren.

Außerdem soll es zur Feier des 40. Jahrestags der Wiederweihe der Celler Synagoge am 21. Juni um 17 Uhr eine Festveranstaltung geben, während der unter anderem die neue Dauerausstellung zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Celle vorgestellt wird. Alle anderen Veranstaltungen in der Synagoge beginnen um 19 Uhr.

Von Reinald Hanke