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Celle Aus der Stadt Celle Stadt Vorübergehend geschlossen
17:37 11.10.2018
Von Gunther Meinrenken
Mit Hilfe von Gerüsten ist mittlerweile ein zweiter Rettungsweg an der Celler Jugendherberge konstruiert worden. Denn wird das Haus ab Montag, 22. Oktober, erst einmal bis zum Jahresende schließen.
Celle

Bis zum 21. Oktober, den Sonntag kommender Woche, hat der Landesverband Hannover des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) eigentlich noch Zeit, die Brandschutzmängel, die bei einer Begehung der Celler Jugendherberge Anfang August zutage getreten sind, abzustellen. Doch diesen Termin wird man nicht einhalten können. Die Konsequenz: Ab dem darauffolgenden Montag, 22. Oktober, wird das Haus erst einmal bis zum Jahresende geschlossen. Gruppen und andere Gäste, die in dieser Zeit gebucht haben, werden auf andere Häuser umgeleitet. Das teilt Jochen Schuppe, Abteilungsleiter Marketing beim DJH-Landesverband Hannover, auf Nachfrage der CZ mit.

"Die Maßnahme ist vorbeugend", erläutert Schuppe. Der gravierendste Mangel, der bei der Brandschutzbegehung beanstandet worden war, ist mittlerweile provisorisch behoben worden. In der Jugendherberge gab es keinen zweiten Fluchtweg. Dieser ist nun mit Hilfe von Gerüsten aufgebaut worden. Daneben gab es allerdings noch eine Reihe weiterer Auflagen und Beanstandungen. "Leider können wir diese nicht fristgerecht erfüllen, weil wir keine Handwerker bekommen haben", erklärt Schuppe. Die Firmen seien einfach zu ausgebucht. Sollte im Brandfall einem Gast der Einrichtung etwas passieren, könnte dies für das DJH ungeahnte Folgen haben – daher die vorübergehende Schließung.

Wie es im neuen Jahr weitergehen soll, steht noch nicht fest. Derzeit würden noch die Kosten zur Abstellung der Mängel und ein Zeitplan ermittelt. Auf einer Vorstandssitzung am 26. Oktober soll dann über die Zukunft der Celler Jugendherberge beraten werden, sagt Schuppe.

Das Problem: Eigentlich ist schon länger im Gespräch, für das 54 Jahre alte Gebäude der Celler Jugendherberge an anderer Stelle einen Neubau zu errichten. Eventuell sogar auf der Allerinsel. Doch aktuell hat das DJH dafür kein Geld, frühestens ab 2020 wäre der Bau eines neuen Hauses denkbar. Es wird also vor allem darum gehen, ob man überhaupt noch (und wenn ja, wie viel) Geld in die Ertüchtigung des Brandschutzes stecken möchte, wenn mittelfristig das Haus gar nicht mehr genutzt wird.

Diese Ungewissheit müssen derzeit in erster Linie die Mitarbeiter um Herbergsvater Manfred Köster ertragen. Zwei Angestellte, die in der Küche und der Reinigung beschäftigt sind, könnten erst einmal Überstunden abbummeln. "Wir anderen werden zunächst das Haus sauber machen. Es gibt genug zu tun", so der 63 Jahre alte Köster, der eigentlich nur noch bis Mai 2019 arbeiten muss. Dennoch beschäftigt ihn die Zukunft der Celler Jugendherberge. "Wir hoffen ja alle, dass es weitergehen wird."

Da kein Haftbefehl ergangen ist, sind zwei Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. Wegen der Bombendrohung in einer Burger-King-Filiale hielten sich am Dienstagabend zahlreiche Ehrenamtliche bereit.

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