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Celle Stadt Wahl im Landkreis Celle: Ein roter Fleck im schwarzen Land
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wahl im Landkreis Celle: Ein roter Fleck im schwarzen Land
17:40 12.09.2016
Von Christopher Menge
Quelle: CZ
Celle Stadt

„Wo man gut kämpft und arbeitet, zahlt es sich aus“, sagte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Maximilian Schmidt, der mit 1152 Stimmen persönlich die meisten in der Gemeinde Winsen holte. Allerdings hat auch dieser Sieg aus Sicht der SPD einen Wermutstropfen: Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann hat keine Mehrheit mehr hinter sich, da SPD und CDW inklusive Bürgermeister-Votum nur noch auf 13 der 30 Stimmen kommen.

Der Winser Gemeinderat besteht nur noch aus 30 Sitzen, da die AfD vier Mandate gewann, aber nur drei Kandidaten aufgestellt hatte. Ein Sitz bleibt daher frei. Im Hambührener Gemeinderat sind es sogar zwei Sitze, die frei bleiben, da die AfD nur zwei Kandidaten aufgestellt hatte. Mit 15,2 Prozent holte die AfD in Hambühren das beste Ergebnis im Landkreis und schockte die etablierten Parteien. In der Gemeinde Wietze holte Einzelbewerber Jürgen Vondracek 1047 Stimmen und damit fast genauso viele wie die gesamten Grünen (1071). Rechnerisch erreichte Vondracek somit zwei Sitze – einer der 22 Sitze im Wietzer Gemeinderat bleibt daher frei.

Dass viele Wähler in der Kommunalpolitik bekannten Personen lieber ihre Stimme geben als den etablierten Parteien, zeigte sich auch in der Gemeinde Eschede. Hier holte BÜFE um Klaus Drögemüller auf Anhieb 27,3 Prozent und wurde zweitstärkste Kraft. Bei den Nachbarn, der Samtgemeinde Lachendorf, sind unterdessen viele Konstellationen denkbar. Sieben politische Richtungen sind hier vertreten. Noch bunter wird es nur in der Samtgemeinde Wathlingen: Dort sind fünf Fraktionen sowie drei Einzelvertreter von drei verschiedenen Listen oder Parteien vertreten.

Im Berger Stadtrat, in den die AfD mit drei Kandidaten einzieht, kommt die CDU ohne die Stimme des Bürgermeisters „nur“ noch auf 15 der 30 Sitze. „Das ist dennoch ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Henning Otte, der 2136 Stimmen gewann, „die Wähler trauen uns am meisten zu, die Dinge zu regeln und die Jahresabschlüsse in Lot zu bringen.“ Dieses Vertrauen für die CDU gebe es im ganzen Landkreis.