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Celle Stadt Wahlkampf in Celle: Nigge wehrt sich gegen Gerüchte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wahlkampf in Celle: Nigge wehrt sich gegen Gerüchte
18:12 15.04.2016
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Bei der Nominierungsveranstaltung im TuS-Heim an der Nienburger Straße hatte Engelen seine Parteifreunde auf die Wahl von Mende eingestimmt. Die Stadt sei unter dem SPD-Oberbürgermeister "im Aufbruch". "Und was macht die CDU? Sie redet unsere Stadt schlecht", meinte Engelen und verwies darauf, dass fast alle "Entscheidungen im Stadtrat mit der Zustimmung der CDU gefallen" seien. Eigene Anträge, so behauptete Engelen, habe die CDU nur wenige gestellt.

Den in der Residenzstadt aufgewachsenen Nigge, den die CDU als "Celler Jungen" anpreise, sei mittlerweile in Hamburg so verwurzelt, dass er sich dort die Unterstützung von von Beust eingekauft habe. Der betreibe mittlerweile eine Firma, die "Klienten hilft, sich im politischen Raum zu positionieren", meinte Engelen. Er behauptete, von Beust habe klar gesagt, man müsse eine Wechselstimmung erzeugen. "Also die Stadt schlechtreden und dann als Retter auftreten", sah Engelen Parallelen zum Wahlkampfauftakt der CDU.

Nigge ist entsetzt über diese "haltlosen Gerüchte". "Ich unterhalte keine geschäftlichen Beziehungen zu Ole von Beust. Ich habe ihn ein paar Wochen vor meiner Nominierung getroffen, weil ich es interessant finde, wie er es geschafft hat, überparteilich zu agieren. Das ist auch mein Verständnis von Politik. Wir haben uns über Celle unterhalten und Herr von Beust hat sich spontan angeboten, bei dem Nominierungsparteitag zu reden. Das habe ich selbstverständlich gerne angenommen", erklärt Nigge.

Außerdem habe er Celle nicht schlechtgeredet, wehrt sich der Oberbürgermeister-Kandidat der CDU. "Ich denke perspektivisch und schaue, wo die Potenziale Celles liegen. Ich bin überzeugt davon, dass diese Stadt mehr kann", sagt Nigge.

Dass die Äußerungen ihres Kandidaten bisher eher allgemeiner Natur gewesen seien, werde sich bald ändern, kündigt CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers an. Mitte Mai werde die CDU mit einem Programmpapier an die Öffentlichkeit treten.

Gevers kontert die Attacke von Engelen. "Das Mittragen von Projekten geschieht aus Verantwortung gegenüber der Stadt und der Bevölkerung", sagt er. So seien erst auf Druck der CDU von der Verwaltung erhebliche Einsparungen etwa beim Haushalt 2013 realisiert worden. "Ohne uns wäre das Licht ausgegangen", meint Gevers. Die Führung der SPD scheue sich, die wirklichen Probleme anzupacken: "Wir sagen: Celle kann es besser."