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Celle Stadt Warme Toiletten auf Celler Baustellen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Warme Toiletten auf Celler Baustellen
20:39 21.11.2014
Ab sofort soll Bauarbeiter ihr "Geschäft" im warmen verrichten. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Es gehe nichts über ein „warmes Örtchen“, heißt es in einer Mitteilung. „Bauarbeiter im Kreis Celle können sich in diesem Winter zum ersten Mal über beheizte mobile Toiletten auf den Baustellen freuen.“ 18 Grad Celsius – das sei die jetzt vorgeschriebene WC-Häuschen-Temperatur. Vorgeschrieben werde dies in den aktuellen Arbeitsstätten-Regeln, so die IG Bau. Das „Warm-WC“ mache Schluss mit dem Frieren auf der Baustellen-Toilette. „Es gehört Überwindung dazu, sich bei Frost auf eine eiskalte Brille zu setzen. Wenn ‚Toi Toi, Dixi & Co.‘ jetzt beheizt werden müssen, hat das Bibbern auf dem Örtchen endlich ein Ende“, sagt Rohland Bartels.

Der Bezirksvorsitzende der IG Bau Nord-Ost-Niedersachsen macht zudem darauf aufmerksam, dass zu jeder Baustellen-Toilette auch ein Waschbecken gehöre. „Erst wenn dann auch Seife, Handdesinfektion und eine Hautpflege zum Einreiben der Hände da sind, ist die Sache perfekt.“

Bei den Celler Firmeninhabern stoßen die neuen Heizpläne auf wenig Enthusiasmus. Sowohl Maico Fritsche, Geschäftsführer bei der Fritsche Bau GmbH in Eschede, als auch Jürgen Grethen wollten zunächst mal wissen, ob sie bei der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ gelandet sind, als sie von den Toilettenvorschriften erfuhren. „Das ist praktisch kaum umsetzbar und würde bei Dixi-Klos viel Energie verbrauchen, weil das ja nur dünne Plastikschalen sind“, sagt Fritsche. Er bemängelt, dass es immer mehr Vorschriften gibt, die nicht praktikabel sind. „Wir sollen zum Beispiel keine Leitern, sondern nur noch Bautreppen benutzen. Und da wundern sich die Leute, dass Bauen immer teurer wird.“

Sowohl Obermeister Grethen als auch Fritsche halten die bisherige Regelung für ausreichend. Über zu kalte Klos haben sich Mitarbeiter bei ihnen jedenfalls noch nicht beschwert.

Von Tore Harmening