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Celle Stadt Warme Worte für den Mentor
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Warme Worte für den Mentor
17:07 02.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Zum Amtswechsel an der Spitze des Celler OLG würdigte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (Mitte) die Verdienste von Peter Götz von Olenhusen um die Justiz und wünschte seiner Nachfolgerin, der neuen OLG-Präsidentin Stefanie Otte, Tatkraft, Erfolg und Freude in ihrem neuen Amt. Quelle: David Borghoff
Celle

Am Ende seiner Rede erhoben sich alle 300 Gäste von ihren Sitzen und spendeten lang anhaltenden Applaus. Kurz zuvor hatte Dr. Peter Götz von Olenhusen im Rittersaal des Celler Schlosses einen Rückblick auf seine elfjährige Amtszeit als Präsident des Oberlandesgerichts Celle gehalten. Ende Juli vergangenen Jahres war Götz von Olenhusen in den Ruhestand getreten, erst ein Jahr später, nachdem die Konkurrentenklagen ihrer Mitbewerber abgeschmettert worden waren, wurde die Cellerin Stefanie Otte zur neuen OLG-Präsidentin ernannt. Gestern wurde der Amtswechsel offiziell begangen.

Zu der Veranstaltung war viel Prominenz aus den Reihen der Politik und vor allem der niedersächsischen Justiz gekommen. Neben Gabriele Andretta (SPD), Präsidentin des Niedersächsischen Landtags, wohnte selbstverständlich auch die Justizministerin des Landes, Barbara Havliza (CDU), den Feierlichkeiten bei. "Peter von Götz von Olenhusen hat über einen Zeitraum von insgesamt 38 Jahren die Justiz in Niedersachsen maßgeblich geprägt", würdigte sie den ehemaligen OLG-Präsidenten.

Götz von Olenhusen habe viele positive Veränderungen in dem manchmal etwas schwerfälligen Justizapparat bewirkt, so Havliza, die in diesem Zusammenhang besonders die Einführung der Gerichtsmediation hervorhob. "Seine Pionierarbeit hat dazu beigetragen, dass sich die Gerichtsmediation, das Göttinger Modell, schnell bundesweit etabliert hat und heute als Güterichterverfahren gesetzlich normiert ist", sagte die Justizministerin.

Der neuen Präsidentin Stefanie Otte wünschte Havilza sodann Tatkraft, Erfolg und Freude in ihrem neuen Amt. "Ich bin davon überzeugt, dass das Gericht, die immer wieder einzufordernde Unabhängigkeit der Justiz und die damit verbundene Verantwortung bei Stefanie Otte in den besten Händen liegen", meinte Havliza.

Götz von Olenhusen selbst dankte für die "anerkennenden und wohlwollenden Worte" seiner Vorredner. "Am meisten vermisse ich die Kollegen und Mitarbeiter", ließ er durchblicken, dass ihn nach wie vor persönliche Kontakte und Erlebnisse mit dem Celler OLG verbinden. Gleichwohl mahnte Götz von Olenhusen: "Die Menschen erwarten Recht und Gerechtigkeit, wenn sie zum Gericht kommen und darum müssen wir uns bemühen. Die Justiz muss dafür die Verantwortung übernehmen."

Das Schlusswort gebührte der neuen OLG-Präsidentin. Otte bezeichnete das Celler Oberlandesgericht als ihre "berufliche Heimat". Hier sei sie groß geworden, habe sie die Justiz von der Pike auf gelernt. Zu ihrem Vorgänger Götz von Olenhusen hat Otte dabei eine ganz besondere Beziehung. "Sie haben mich ans OLG geholt und gefördert. Sie waren mir stets ein wunderbarer Mentor", sagte Otte.

Für ihre Mitarbeiter möchte Otte Freiräume schaffen, um den Status Quo zu hinterfragen, über den Tellerrand zu schauen und Neues auszuprobieren. "Ich werde mich meiner neuen Aufgabe entschlossen, mit Hingabe und viel Freude widmen", versprach Otte, die in der Gesellschaft das Bewusstsein dafür schärfen möchte, welch hohes Gut eine unabhängige Justiz darstellt.

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